Stapellauf
Dienstag, 2. Juni 2009, 17:01
Abgelegt unter: Tagebuch

Hallo liebe Freunde!

Es ist vollbracht. Unser Boot schwimmt wieder.  Nicht mit einer, nicht mit zwei, nein gleich mit drei Farben auf seinem frisch aufgemotzten Rumpf. Wir haben uns einstimmig für Rot, Weiß und Blau entschieden.

Bis es soweit war, kostete es Zeit , Nerven und ne Menge Geld. Aber ich denke, es hat sich gelohnt. Fotos gibts wie immer unten oder in der Bildergalerie.

Kurz vor Schluss gab es noch die obligatorischen Pannen. Zu wenig Wasser im Hafenbecken, ein Hängebleiben am Slipwagen und ein Aufsetzen des Ruders rundeten die ganze Sache ab und gaben ihr zum Schluss noch mal den nötigen Feinschliff. Am eigentlichen Bestimmungsort liegt das Boot noch nicht. Dazu muß erst noch ein Betonklotz ins Wasser, an dem dann eine Kette, ein Seil und eine Boje befestigt werden müssen. Erst dann kann er quasi nach Hause gebracht werden. Jungfernfahrt steht also noch aus.

Gestern haben wir die Stelle für die Boje ausgelotet. Sagen wir mal so, einfach war was anderes. Mit zwei Seilen vom Ufer und einem 10 Ps Motor am Boot, der die ganze Zeit auf viertel Gas lief, war es uns möglich unsere Position zu halten und mit unserem Lot ( Eimer voller Steine und langes Seil) eine Orientierungsboje zu setzen. Dort muß dann besagter Betonklotz platziert werden. Da dieser Geschätzte 250 Kg wiegt, muss er mit einer Winde runtergelassen werden. Hierzu muß ein Arbeitsboot ran. Da gegenüber eine Fischfarm ist und die ständig Arbeitsboote dort haben, sollte auch das kein all zu großes Problem darstellen. Ohne Beziehungen läuft hier in dem Land nichts!

An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass Judith und Henry einen neuen Verehrer haben. Den Besitzer der Slipanlage. Jens! Ständig besoffen wie, ach was weiß ich wie besoffen der war, aber ein herzensguter Kerl. Norwegisches Original hat für mich nun ein Gesicht. Er nahm abends einfach mal den Hund mit zu sich nach Hause, parkte sein Boot in einem Tempo ein, wie Schumi in den besten Zeiten seinen Ferrari nicht, und das alles mit mindestens 2 Promille. Ohne die wäre ihm das wahrscheinlich nicht gelungen.

Heute ist der große Tag der Serien auf unserem Laptop. Wir machen mal nichts. Ist zwar auch wieder gelogen, weil wir schon einkaufen waren und ich nun diesen Bericht schreibe, aber danach ist Feierabend. Versprochen! Soll man nicht meinen aber das ganze Rumgehampel setzt einem doch ganz schön zu. Die letzten Tage hatten irgendwie 18 Arbeitsstunden. Meine Frau hat sich heute mal wieder selbst  im lange schlafen übertroffen. Genaue Uhrzeiten darf ich hier aber nicht Preis geben. Sagen wir es mal so, ich hatte derweil schon mehr als die halbe Schicht rum. Mit müden Fingern und ein paar Eindrücken unseres Schaffens verabschiede ich mich nun auch von Euch.

Bleibt uns treu, empfehlt uns weiter und schaut auch das nächste Mal wieder rein. Eins garantiere ich Euch: Langweilig wird es hier nicht.

In diesem Sinne

Har det bra, vi snakkes og mange hilser fra Norge

Karsten , Judith og Henry

sogar das Achterdeck ist schon erneuert

Bild 10 von 10









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