Happy New Year
Samstag, 1. Januar 2011, 10:42
Abgelegt unter: Tagebuch

No more champagne and the fireworks are through…

Hallo zusammen!

Da ist es wieder Januar! Der Erste um genau zu sein. Die guten Vorsätze sind so stark wie noch nie im Kopf verankert und dieses Mal ziehen wir sie auch durch! Die überflüssigen Kilos, die neue Sportausrüstung, die doofen Glimmstengel und der etwas überhöhte Alkoholkonsum haben nun ein Ende und wir werden alle bessere Menschen. Spätestens Ende Februar dann die Einsicht, dass es wieder nichts geworden ist, aber man hat ja schließlich noch das ganze Jahr Zeit, deshalb ist es auch nicht schlimm wenn man ein wenig sündigt. Wie schnell man wieder in alte Gewohnheiten verfällt muss ich hier nicht erwähnen. Ebensowenig meine guten Vorsätze. Ich denke man sollte sie für sich behalten. Dann ist man höchstens seinem Spiegelbild Rechenschaft schuldig und das musste ja schon so einiges einstecken!

Wie feiern denn die Norweger Silvester? Ich würde fast behaupten, nicht anders als die Deutschen auch. Nur ohne Dinner for one. Es wird eingeladen, getrunken und geböllert. Ob und wie viel geknallt wird, darüber fehlen mir jegliche Anhaltspunkte und ich enthalte mich meiner Meinung. Einen Unterschied gibt es noch. Es ist alles teurer hier. Die Preise für Raketen und dergleichen sind hier mindestens so hoch wie der Alkoholpreis. Dennoch wird von beidem reichlich konsumiert. Also Raketen rauf und Alkohol runter. Wobei letzterer in nicht wenigen Fällen auch rauf kommt. Da ist aber die Frage wie viel vorher runter gegangen ist.

Was haben wir gemacht? Wir haben uns Besuch eingeladen. Wollten damit verhindern, dass sich das Eklat von letztem Jahr wiederholt, wo wir Silvester am 1. Januar gefeiert haben, weil wir uns am 31.12 dermaßen zerstritten hatten. Das war dieses Jahr anders. Ein netter Abend in gemütlicher Runde. Ein wenig Wein, ein wenig Bier, viel zu Essen und geböllert und geknallt wurde auch nicht. Dafür fanden wir, es sei eine gute Idee um Mitternacht auf der Karmsundbrücke zu stehen und uns Haugesund sowie einen Teil von Karmøy bei Nacht und mit Feuerwerk anzuschauen. Boen bis 20 m/s  also fast  Sturm, hielten uns jedoch davon ab die Brücke auch nur zu einem Drittel zu besteigen. Zudem war der Schaum vom Sekt diesmal kein Problem, der wurde sofort weggeweht. Und so standen wir also gute 15 Minuten, weil man ja so früh losgehen musste, vor der Mautstation und haben uns über jedes Auto gefreut, was vorbeigefahren ist und entweder ein Licht oder auch keins bekommen hat. Dann kurz vor Zwölf, wagemutig ein Stück die Brücke rauf, ein wenig Feuerwek geguckt und schnell wieder runter. Erwähnte ich, dass wir Plusgrade haben und der ganze festgefahrene Schnee auf Grund von Regen zu einer Eisbahn geworden ist? Wir sind also sprichwörtlich ins Neue Jahr gerutscht.

Ein Winzling, dessen zwei große Augen mich gerade völlig faszieniert von der Seite anstarren, setzt meinem Schreibfluß ein jähes Ende. Die guten Vorsätze halt!

In diesem Sinne

Gruß

Karsten









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