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Wie alle Länder in der MEZ stellten auch wir letzte Nacht die Uhren um. Eine Stunde mehr. Aber was mach ich nur damit. Die Frage beantwortete sich schnell, als ich bemerkte, dass schon wieder Sonntag ist und ich Freitag nichts geschrieben habe.
Hallo erstmal! Ja, es ist zudem Besuchszeit. Nachdem die Oma von Louis meinerseits (Farmor) am Samstag wieder in Richtung Heimat abgehoben ist, kam mit dem gleichen Flieger die Mutter von Judith. Somit also die Mormor. Diese bleibt jetzt noch bis Mittwoch. Danach müssen wir wieder zusehen, wie wir unsere Zeit alleine rumkriegen. Und bis die Uhren das nächste Mal umgestellt werden, dauert es bekanntlich noch etwas.
Eigentlich hätten wir den Besuch meiner Mutter auf Video aufnehmen sollen. Alle Geschichten und Anekdötchen hätten dann ein Kapitel bekommen. Da wir aber nicht so flink waren, müssen wir jetzt alles nochmal erzählen. Und täglich grüßt das Murmeltier.
Denk ich mir übrigens auch jede Nacht. Der kleine schafft es ganz gut uns um den Schlaf zu bringen. Wir sind mittlerweile so weit, dass wir uns seinem Schlaf anpassen. Also ist auch mal am Nachmittag heiamachen angesagt. Natürlich nur auf der Couch, aber dafür nicht weniger erholsam. 3 Monatskoliken sind eine doofe Erfindung und wenn jemand noch mehr Tips als Zuckerwasser, Fencheltee oder Bohrmaschinengeräusche zur Linderung hat, ihr wisst ja wo meine Emailadresse steht.
Wie es Judith geht? Moment ich frag mal. Ein nicht sonderlich wacher und etwas gestreßter Gesichtsausdruck beantwortet die Frage, die zudem noch von einem mmmhhh untermauert wird, während sie den kleinen auf dem Schoß hin und her schüttelt. Ich soll nicht so dumm fragen, ich wüßte doch wohl, wie es ihr geht. Ende des Gespräches.
Es gab immer noch keinen Hummer. Ich habe die Reuse jetzt wieder reingeholt. Da hier im Moment die Herbststürme übers Land und vor allem auch übers Wasser ziehen, ist es immer eine Glückssache die Reuse zum geplanten Zeitpunkt kontrollieren zu können. Zu kurz im Wasser bedeutet geringere Chancen auf Fang, zu lang hingegen setzt den Fang auf Diät. Beides nicht sonderlich gute Voraussetzungen. Freitag war Krabbetag. In der Reuse befanden sich ungefähr 50 dieser Biester. Gut die Hälfte ging allerdings auf Grund von mangelnder Größe oder Scheren (oder beidem) wieder Schwimmen. Einfach mal bei Googel Taschenkrebs eingeben. Hab kein Foto gemacht. Der Rest fand den Weg in den Kochtopf und bereitete uns ein herrliches Abendmahl. Im Kühlschrank wartet jetzt noch eine ausgewählte Truppe (natürlich schon gekocht), der Vermieter hat welche bekommen und auch nach Deutschland haben manche ihren Weg gefunden.
Auf der Arbeit ist alles beim Alten. Keine großen Neuigkeiten. Wir hatten Mitarbeiterversammlung. Ich nenne es mal wertschätzend in den Arsch treten während die Pläne für die neue Halle vorgelegt wurden. Diese ist doppelt so groß wie die Jetzige und soll nächstes Jahr um Midtsommer ähm St. Hans fertig sein. Kostet ungefähr 22 Millionen Kronen. Aber wir müssen ja an unserer Produktivität arbeiten. Ja nee, is klar! Wie ihr seht ist hier auch nicht alles Gold was glänzt.
Ob sich doch was finden läßt was glänzt und zudem noch Gold ist, werden wir hoffendlich im November herausfinden. Sofern das Wetter mitspielt. Ich halt Euch auf dem Laufenden.
Machts hübsch und bis zum nächsten Mal.
Gruß
Karsten