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Hello Germany, this is Norway calling!
Thank you for this unbeliveable page , here are the results. Behnk.info 34817 and 123!
Nein, nicht Ebay, da hätte es doch 321 gehießen. Als ich gerade auf “Neuen Artikel erstellen” gegangen bin, fiel mir auf, dass dies der 123. Bericht sein wird. Nicht schlecht, wie ich finde. Ich merke natürlich an manchen Tagen, dass mir echt die Luft ausgeht, also besser gesagt die Themen, aber diese Seite erfreut sich nach wie vor einer gewissen Beliebtheit und deshalb gibt es mich (uns) auch weiterhin im gewohnten Rhythmus.
Was gibt es Neues? Wie ist das Wetter? Wie schafft es der böse Norweger uns vom deutschen Leben und Standart abzuhalten? Was macht die Arbeit? Wie geht es Frau und Kind? Und was macht überhaupt der Hund den ganzen Tag? Wann war ich wie lange mit dem Boot draußen? Was habe ich gefangen?
Die Liste der Stichpunkte im Kopf ist lang, wenn ich mir die Frage stelle , was ich denn diesen Freitag alles berichten soll. Ich erhebe den Anspruch an mich selbst, all diese Fragen so zu beantworten, dass kein Bericht dem anderen gleicht, langweilig erscheint oder gar bereits Geschildertes wiederholt. Nicht ganz so einfach, wenn man noch mal auf die Zahl in der Überschrift guckt.
Ich habe Heute meinen Gabelstaplerschein bekommen. Also meinen Führerschein für Flurförderzeuge. Am Montag war die praktische Prüfung. Was soll ich sagen? Ich glaube ich habe mich ganz gut verkauft. Habe mich hinterher köstlich über mich selbst amüsiert und nun endlich den Lappen in der Hand. Das Problem war, dass ich die Theorieprüfung ja schon im April gemacht habe. Ich musste, um die praktische Prüfung ablegen zu können jedoch 40 Stunden auf dem Stapler nachweisen können. Bei Netz in die Halle rein und wieder raus fahren sind es vielleicht 15 - 20 Minuten am Tag. Wie dem auch sei, ich hatte die Stunden voll, jetzt konnte der Prüfer kommen. Tat er auch. Also zum Stapler hin und erst mal “tägliche Kontrolle”. Leitungen prüfen, Ölstand, Gabel und Reifendruck. Ich rüttelte also an den Leitungen um zu testen ob sich da nichts gelöst hat, schaute unter den Stapler ob da Öl war, schaute mir die Gabel an und trat gegen den Reifen. Alles perfekt. Erzählte dabei die ganze Zeit, was ich da so mache und warum das wichtig ist. Gegenfrage. Oh Scheiße, dachte ich. Jetzt haste schon so viel erzählt und der fragt immer noch. Ob denn genug Luft auf den Reifen wäre. Ich guckte mir die Reifen noch mal ganz genau an, wußte aber nicht worauf er hinauswollte. Entschied mich dann für alles oder nichts und sagte, dass der Druck genau so sein müßte. Wenn die Reifen so aussehen, sagte ich, dann ist alles bestens. Der Prüfer klopfte mir auf die Schulter und sagte, dass ich doch jetzt besser mal fahren sollte. Etwas komisch muss ich ihn schon angeschaut haben, deshalb sagte er nur, dass ich ihm später mal zeigen sollte wie ich die Reifen denn aufpumpe, so ganz ohne Ventil. Es waren Vollgummireifen. Na bestens dachte ich, fängt ja gut an. Da war sie wieder. Die Liste im Kopf. Dumm auswendig gelernt und verkackt! Ich muss beim Fahren aber überzeugt haben. Sehr zufrieden sagte er dann nur, dass ich den Schein mit der Post bekommen würde und dass er hofft nichts Negatives in der Zeitung lesen zu müssen. Nee, höchstens unter Witz der Woche: War mal einer, der bei Gummireifen den Druck prüfen wollte.. Haha!
Ich weiß nicht, wie ich von Aufpumpen auf meine Frau komme, aber es ist schön mit anzusehen was sich da so alles entwickelt. Mein lieber Mann. Wenn das so weitergeht… Deshalb mußte sie heute erst mal den Sommerschlussverkauf ausnutzen. Sommerschluss? Der hat hier noch gar nicht angefangen. Aber vielleicht wird hier Sommer auch nur anders definiert. Kann auch sein. Sommerzeichen sind überall zu sehen. Das einzige, was nicht so ganz passt ist das Wetter. Aber das kommt hoffentlich auch noch. Dem Hund geht es gut, er versteht sich immer besser mit Nachbars Katze und war gestern mit Bootfahren. Das waren jetzt drei Punkte auf einmal. Frau , Hund und Boot. Eigentlich vier, wenn man den Bauch meiner Frau dazuzählt.
Noch eine Woche, oder besser gesagt noch 110 Kilometer Radfahren. Dann ist Urlaub. Auf der Arbeit ist Sparbesetzung angesagt und jeder macht nur noch das Nötigste. Zudem haben wir einen Sommerarbeiter. Der Typ ist einfach nur der Knaller schlecht hin und sein Verständnis von Arbeit spottet jeder Beschreibung. Ich sagte ihm, dass wir aufräumen müssen, ging vor und lud mich voll mit Seil und Folie und allem, was da so rumflog. Als ich dann zu dem Müllcontainer kam, dachte ich mich bescheißt mein Auge! Wie angewurzelt stand er immer noch am Container angelehnt. Ich sag: Du mußt den nicht festhalten, der kippt nicht um. Ironie scheint nicht sein Fachgebiet zu sein. Hat den Container zwar losgelassen, stand aber weiterhin wie ein norwegisches Arbeiterdenkmal in der Gegend rum. Studiert in Oslo und muss jetzt etwas Geld verdienen. Das beste ist, ich bin nächste Woche allein mit ihm. Es ist auch völliger Quatsch ihm was beizubringen. Erstens geht er in drei Wochen wieder und zweitens ruht die Arbeit dann komplett. Sagenhaft!
Wie ich gelesen habe wird es richtig warm in Deutschland. Wie ihr gelesen habt, hier nicht. Ich wünsche Euch eine gute Zeit an Kanälen,  Baggerseen, im Freibad oder wo auch immer es Euch hinziehen mag. Machts hübsch, trinkt genug und eincremen nicht vergessen.
Bis zum nächsten Mal!
Gruß
Karsten