Da er det fredag igjen!
Freitag, 25. Juni 2010, 16:36
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Hei alle sammen!

Ja, da er det fredag igjen og det betyr at dere får nyhetene fra forrige uka. Nye historier fra Henry, Judith og meg. Sverige har midtsommar, vi har Sankt Hans. Men, hva er Sankt Hans egentlig? Hhhmmm, det er et go`spørsmål. Jeg vet bare at det var en fest i vikingertida (eller var det middelalderen?) da de brante Heks på bål. I dag brenner de selfølgelig ikke Heks men bål brenner de forsatt. Det er ferietid nå. Jeg vet ikke om det er i hele Norge men i alle fall i Rogaland. Ganske morsomt var det å se at skoleelever har kastet sine gammle skolebøker på bål. For mange er det sikkert det samme som Heks eller noen snn.

So, dann übersetze ich das mal eben schnell.

Hallo alle zusammen!

Ja, da ist es wieder Freitag und das bedeutet,dass ihr Neuigkeiten aus der letzten Woche bekommt. Neue Geschichten von Henry, Judith und mir. Schweden hat Midtsommer, wir haben Sankt Hans. Aber, was ist Sankt Hans eigentlich? Hhhmmm, das ist eine gute Frage. Ich weiß nur,dass es ein Fest in der Wikingerzeit war (oder war es das Mittelalter?) zu dem man Hexen im Feuer verbrannt hat. Heute werden selbstverständlich keine Hexen mehr verbrannt, aber Feuer wird immer noch gemacht. Es ist Ferienzeit. Ich weiß nicht, ob in ganz Norwegen aber auf jeden Fall in Rogaland. Es war ganz lustig zu sehen, dass Schüler ihre Bücher ins Feuer geworfen haben. Für manche ist es sicherlich das selbe wie Hexen verbrennen oder so etwas.

Irgendwie habe ich nichts von dem gemacht, was ich letzte Woche angekündigt habe. Ich war weder zum Lachsfischen, noch war ich auf Bømlo um Gold zu suchen. Stattdessen habe ich mir einen Metalldetektor gekauft mit dem ich hier durch die Gegend gerannt bin und rumgepiept habe. Macht unheimlich viel Spaß! Judith hat bald einen Herzinfakt bekommen, als ich hier im Garten den Spaten angesetzt habe. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass der Vermieter sehr Stolz auf seinen Rasen ist, den ich immer für ihn mähe. Wie dem auch sei, mein Fund muss wohl bis in alle Eweigkeit unter seinem so dichtem Grün versteckt bleiben. Oder ich stehe einfach mal Nachts auf und schiebe es dann am nächsten Morgen einfach auf Maulwürfe oder Wühlmäuse. Judith hat übrigens auch ein neues Spielzeug bekommen. Sie hatte auf dem Wikingerfest (kein Feuer, keine Hexen) ihr Interesse für´s Bogenschießen entdeckt. Da gabs dann noch einen Bogen und ein paar Pfeile mit denen wir, nach langem Üben, endlich einen Karton erlegen konnten.

Am Montag hab ich den Vermieter zu einer Angeltour eingeladen.  Schönes Wetter, ruhige See und 10 Kilo Fisch waren das Resultat eines erfolgreichen Nachmittags. Dienstag waren wir dann zum Essen eingeladen. Ich muss sagen, gekochter Dorsch kann sich durchaus sehen lassen. Bis jetzt hatte ich zu gekochtem Fisch eher ein gespaltenes Verhältnis.

Gestern durfte ich wieder mit zu einer Fischfarm. Genauer gesagt zu einer Fischveredelung. Auch Schlachterei, wenn man so möchte. Hatten eins ihrer Schlachtnetze kaputt gemacht und wir sollten fertig machen. Ein super Tag. Bis 12 Uhr zumindest. Hardangerfjord. Traumhaft. Kein Wind, nicht kalt, ein wenig bewölkt und ganz ruhiges Arbeiten. Wie gesagt, bis 12 Uhr. Dann kam der obligatorische Anruf zur Mittagspause von meiner Frau. “Ja, ähm, also meine Angel, die in ihrem Auto gelegen hätte, also da ist die Spitze irgendwie, also sie weiß auch nicht…” Ich wußte, dass da zwei Angeln drin waren. Eine kurze billige und eine lange teure. Ich fragte also nur: “Lang oder Kurz?” “Ja, ähm , die Lange.” Ich war geneigt das Handy in den Fjord zu schmeissen und gleich zur Abkühlung hinterher zu springen. Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Ich hatte die Angeln immer in meinem Polo. Fast eineinhalb Jahre lang. Da ist nie was passiert. Obwohl auch ich Sachen auf die Rückbank gelegt habe. Nie! Kaum haben wir ein Gemeinschaftsauto, kommt soetwas. Ich sollte ihr Auto auch nicht als Lager gebrauchen. Erstens, unser Auto, zweitens, ach was red ich. Urplötzlich verging mir die Lust. Musste dann natürlich erst mal Dampf ablassen und alles meinem Kollegen erzählen. Dieser zeigte jedoch wenig Mitgefühl sondern lachte sich halb tot, je mehr ich mich aufregte und ins Detail ging. Der Knaller war, dass Judith noch fragte, ob denn so eine Spitze an der Angel unbedingt sein müsste. Da wären doch so viele Ringe dran, da macht das doch nichts, wenn einer davon ab ist. Ich denke, wenn du dem jetzt noch eine Kleinigkeit erzählst, springt der gleich in den Fjord. Ich merke gerade, wie es wieder in mir aufsteigt, daher Schwamm drüber.

Ansonsten geht es der schwangeren Frau hier im Hause ganz gut. Der Besuch bei der Hebamme war sehr zufriedenstellend und beruhigend zugleich.

Ich nehme mir für dieses Wochenende mal nichts vor. Vielleicht krieg ich ja diesmal was in Richtung Gold suchen oder Lachsfischen auf die Reihe. Die Entscheidung, auf welche Angel ich zurückgreifen soll, hat mir Judith ja schon genommen.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende und bis nächsten Freitag.

Gruß

Karsten 

p.s: Die Bestattung findet am Sonntag Nachmittag im engsten Kreise der Familie statt. Ich bitte darum keine Blumen, Kränze oder sonstige Aufmerksamkeiten zu schicken und hoffe auf ein wenig Anteilnahme.



Und dann begann die Zeit zu fliegen
Freitag, 18. Juni 2010, 14:58
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Hallo alle miteinander!

Wo vor gut einem halben Jahr die Tage noch ewig lang erschienen, renne ich ihnen jetzt quasi hinterher. Wie ich mit erschrecken feststellen musste, haben wir schon mitte Juni. Mitte Juni! Ich habe das Gefühl, als wenn die Zeit nur so an mir vorbeifliegt. Ich kann mich noch gut an den Winter erinnern. Immer diese Blicke auf den Kalender. Wie lange noch bis X oder Y. Oh, nur noch X Wochen bis wir nach Deutschland fliegen und noch Y Wochen bis der oder die zu Besuch kommen. Wir haben gerade Halbzeit. Ein wenig Besuch kommt noch, auch wir werden in den Urlaub fahren und zu guter letzt kommt dann Besuch, der auch die nächsten 18 Jahre wohl bei uns wohnen bleiben wird. Wenn das so weitergeht, habe ich fast ein wenig Angst, die Geburt zu verpassen. Aber jetzt erstmal zu vergangener Woche.

Was hat die Woche gebracht? Unser Besuch hat uns am Samstagabend, nachdem wir auf dem Wikingerfest waren, verlassen. Auf Grund des schlechten Wetters war das Fest eher eine abgespeckte Version. Dafür mussten wir aber auch kein Eintritt zahlen. Zudem hatten die beiden das Glück, in den Genuss einer ewig langen Rückfahrt zu kommen. Die Fähre hatte Verspätung und das gewaltig. Ihr Trip dauerte dann gute 28 Stunden von Haustür zu Haustür. Derjenige, der das schon mal mitgemacht hat, weiß wovon ich spreche und wie sich danach der Allerwerteste anfühlt.

Wir haben uns darauf geeinigt das Holzboot auf Stord zu verkaufen. Was es bringen wird, warten wir mal ab. Eine ungefähre Vorstellung haben wir, muss sich nur noch wer finden, der uns das auch zahlt. Ich bin ganz zuversichtlich. Beim Auto hat es ja auch geklappt. Zudem ist es Sommer und alle sind heiß aufs Bootfahren.

Da es hier keine vernünftigen Bratwürstchen zu geben scheint, haben wir uns einen Fleischwolf zugelegt. Die Ersten sind bereits produziert und auch schon ausgiebig für gut befunden worden. Zudem sagte mir jeder, dem ich von unserem Vorhaben erzählte, dass ich doch mal eine Geschmacksprobe mitbringen sollen. Wir machen uns hier noch mit Bratwürstchen selbständig, ich seh das schon kommen. Ist jedoch ne menge Arbeit und damit wird es wohl auch ein eher kostspieliges Unterfangen werden, wenn man nicht ein Minusgeschäft machen will.

Ich hatte wiedermal einen Platten am Fahrrad. Diesmal hielt die Luft aber direkt bis zur Eingangstür meiner Firma. Da blieb mir einiges an Spott erspart. Judith hatte dann die Ehre mich abzuholen. Und was soll ich sagen?! Da war der Spott dann wieder. Ich muss zudem aufpassen, was ich meinen Arbeitskollegen erzähle. Als ich sagte, dass ich wieder nach Bømlo fahren will (Plan für Samstag) um ein wenig in den alten Goldmienen rümzustöbern, hatte ich die Lacher auf meiner Seite. Als ich dann noch gefragt wurde, ob ich auch einen Hammer und Meißel mithätte, diese Frage auch noch mit Ja beantwortete, war es ganz aus. Ich gelte komischerweise schon als Sonderling, weil ich mit einer Angel fische. Wir hätten doch wohl genug Netze auf der Arbeit. Da muss man sich nicht mit so einem Unsinn aufhalten. Nun gut, sicherlich Ansichtssache. Aber ich habe neuerdings einen Vebündeten. Hat neu bei uns angefangen. Der fischt auch mit der Angel und sogar vom Ufer aus. Für Sonntagmorgen haben wir uns zum Lachsfischen verabredet.

Ich bin etwas kurz angebunden heute. Das Geheimnis heißt “dugnad”. “Dugnad” findet der gemeine Norweger für gewöhnlich ganz toll. Es bedeutet gemeinschaftliche Arbeit ohne Entgeld. Und zwar am Bootshafen. Einer der Kompromisse, die zu jedem Bootsliegeplatz mit dazu gehören. Man kann sich da auch von Loskaufen. Aber wer mich kennt…

Deshalb wünsche ich jetzt ein schönes Wochenende und gehe neue Auslieger für Bootsplätze ins Wasser werfen.

Machts hübsch und bis nächste Woche.

Gruß

Karsten



Platz 79 und die Dame von der Pinnwand
Freitag, 11. Juni 2010, 19:41
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Ob ich zufrieden bin? Nun ja, gemessen an der Tatsache, dass ich 4 Wochen Vorbereitung hatte und 105 Läufer am Start waren… 2:01:09 ist jetzt bei weitem keine Bestzeit, aber lassen wir das mal so stehen. Ein Video gab es nicht. Beschwerden bitte an Judith.

Es ist Freitag, es ist WM, wir haben Besuch und zudem ist es wieder Zeit für einen Bericht. Hallo an alle, die wie immer fleißig klicken und lesen.Wir haben mein Auto verkauft. Letzten Freitag hat der Polo seinen Besitzer gewechselt. So richtig daran geglaubt habe ich nicht, aber die Leute waren so begeistert, dass sie ihn direkt mitgenommen haben. Was er gebracht hat? Darüber breiten wir mal das Mäntelchen des Schweigens. Jetzt ist Fahrradfahren angesagt.

So viel von mir. Judith kränkelt etwas rum und der Hund… Wenn wir das Kind genau so verziehen, dann wird hier die Supernanny angesagt sein. Er kann nicht vom Katzenfutter wegbleiben, rülpst, furzt und jagd Möven. Ich könnte beliebig fortfahren.

Wie immer, wenn Besuch da ist, halten wir auch diesmal an der Tradition fest und ich übergebe mich einfach mal. Viel Spaß damit. Und bitteschön: 

….und “die Dame von der Pinnwand” hat nichts mit den leicht bekleideten Mädchen in Spintschranktüren zu tun…. nur um das schon mal von Anfang an deutlich zu machen ;)  ein freundliches Hallo an alle auch von uns (Svenja und Marc)! Nach einer etwas längeren Anfahrt als sie die anderen Behnk-Besucher, die bereits hier waren, kamen wir am Samstag Vormittag glücklich und müde hier an. Natürlich früh genug um den Herrn des Hause noch kräftig  bei seinem Endspurt vom “Halben” anzufeuern. Hm, wahrscheinlich hätten wir ein wenig lauter anfeuern sollen, aber für einen erstklassigen Endspurt hat es noch gereicht: Karsten’s Ego ließ es nicht zu, zwei Norweger auf der Zielgeraden an sich vorbeiziehen zu lassen. Auch wenn man dabei Haken schlagen muss und über zwei Bahnen Slalom läuft. Aber: Die beiden Wahl-Landsmänner hatten das Nachsehen, wenn auch nur knapp. Die Bahn hätte keine 10 Meter länger sein dürfen…

Am Sonntag, der Tag darauf, war dann ganz uns gewidmet, wir durften das Holzboot der beiden besichtigen, lernten ein Norweger-Unikat kennen und hielten auf der Rückfahrt an einem Camping-Platz an, auf dem es (wahrscheinlich mit Monopolstellung) Curry-Wurst mit Pommes gab. Für uns Ruhris eine willkommene Abwechslung, wie man sich vorstellen kann. Und auch in Norwegen gibt es die Diskussion, ob die Original-Currywurst nun aus dem Ruhrgebiet oder Berlin kommt… wie wir dazu stehen, brauchen wir nicht extra erwähnen.
Nach dem “kulinarischen Hochgenuss” (die Wurst stammte aus Norwegen) fuhren wir weiter nach Bømlo, wo es bei einer Freundin von Svenja dann doch noch eine echte, deutsche Wurst gab. Merke: Macht nie den Fehler, erst eine deutsche Wurst und dann eine Pølse aus Norge zu essen… nie!

In der Woche waren wir zumindest tagsüber mehr auf uns allein gestellt und haben die Stadt ein wenig unsicher gemacht. Dank Svenja’s perfekten Norwegisch-Kenntnissen fielen wir nicht ganz so als Touris auf… höchstens von der Mode her. Meine Güte, es bringen hier Leute tatsächlich fertig, mit einem Einteiler-Jogginganzug auf der Einkaufsmeile von Haugesund zu flanieren. Schön ist, glauben wir, anders.
Marc versuchte, seine bereits in Abendkursen erlernte Fähigkeiten dann bei der Bestellung von Eis oder der Bezahlung der Café-Rechnung umzusetzten… warum sprechen die hier nicht einfach Englisch?! Dann hätte das bestimmt nicht zu einem so breiten Grinsen der Bedienungen geführt. Naja, das Eis war aber lecker.
Svenja ist scheinbar ganz stolz auf ihren “Angelprofi”, Marc hat unter den gestrengen Augen von Karsten das Angeln erlernt. Zunächst mit mäßigem Erfolg, der sich dann über weitere Angelausflüge dann endlich doch einstellte: Heute gab es selbstgefangenen Fisch.
Was Karsten insgeheim bestimmt ärgert (würde er nie zugeben) ist, dass Marc die erste Makrele dieses Jahr gefangen hat, was Herrn Behnk bislang verwehrt blieb. Da mussten wohl erst die Vollprofis aus Deutschland kommen, damit das klappt…

Was uns beiden sehr verwundert hat, war das Wetter. Wir gingen natürlich davon aus, dass es hier öfter regnet und dank Wind kühler ist, aber: Es war traumhaft schönes Wetter, die Sonne schien den ganzen Tag und es war tierisch warm. Solange man in der Sonne blieb und der Wind nicht zu stark war. Sonnenbrand bei Svenja war das Resultat. Marc freut sich über eine leichte Bräune, die ihm sonst als Verkäufer in einem großen Möbelhaus ohne Sonnenlichtkontakt verwehrt bleibt.

Alles in allem war hier eine sehr schöne Zeit, wir danken unseren Gastgebern und dem “Terrorkrümel” für einen wunderbaren Urlaub in Norwegen. Wir wissen jetzt, welcher Supermarkt Nutella verkauft und welcher nicht.
Vielen Dank für die Unterstützung bei der Jobsuche und was daraus wird, wird man sehen…
Takk for alt!



21,0975
Freitag, 4. Juni 2010, 16:26
Abgelegt unter: Tagebuch

Morgen ist es wieder soweit. Die Laufschuhe stehen parat, das gute T-Shirt ist gewaschen und die Laufhose samt Unterhose liegen bereit. Die letzte Trainingseinheit habe ich gestern abend abgespult. Manche werden sicherlich der Ausführlichkeit wegen etwas geschmunzelt haben, aber manchmal liegt das Detail eben im Detail. Und das war oder ist in diesem Fall die Unterhose. Die von gestern ist zum Tragen ganz anständig, zum Laufen aber eher kontraproduktiv. Eine Naht, die quer durch den Schritt verläuft und sich mit Schweiß vermischt gibt spätestens ab Kilometer 5 zu bedenken, das nächste Mal genauer darauf zu achten, was man drunter hat. Es muss eine Mischung aus John Wayne und Michael Jackson gewesen sein, die ich da zum Besten gegeben habe.

Soviel zu meinen Lauffiguren, zurück zum Wesentlichen. Hallo erstmal! In meinem Wahn hab ich doch glatt die Begrüßung vergessen. Es ist wiedermal Freitag. Das heißt: es gibt Neues.

Wir hatten Besuch. Unverhofft kommt oft. Gestern Nachmittag hat es mein Arbeitskollege doch endlich mal geschafft mit seiner Frau vorbeizukommen. Ich weiß nicht, wie viele Einladungen ich aussprechen musste. Und was soll ich sagen?! Es war nicht aufgeräumt. Weil, nicht angemeldet. Er hat mich heute dennoch begrüßt, mir Witze erzählt und rumgealbert, also kann es sooo schlimm ja nicht gewesen sein. Aufgeräumt haben wir dann später, weil Besuch kommt, der sich angekündigt hat. Svenja und Mark werden uns für eine Woche Gesellschaft leisten. Da bei uns mit Schlafen vorbei ist, kommen sie auch mit dem VW- Bus von Svenjas Vater und schlafen quasi vor dem Haus auf dem Parkplatz. Duschmarken hab ich schon zurecht geschnitten, nur über Preise sind wir uns noch nicht einig.

Wie ich von einem anderen  Arbeitskollegen erfahren habe, sind die ersten Makrelen gefangen worden. Schwärme sind noch keine da, nur vereinzelt sind sie an den Haken zu bekommen. Ich glaube, ich weiß was ich mache, wenn ich den Bericht hier fertig geschrieben habe.

Judith geht es soweit ganz gut und sie hat sogar zugegeben, dass sie sehr wohl etwas mehr isst, als sie es vorher tat. Wo sie in den ersten Monaten immer noch beteuerte, dass sie ja gar nicht sooo viel essen würde bevor sie zum Kühlschrank ging, gibt sie jetzt an, dass, wenn sie nicht isst, ihr schlecht wird. Und um das zu vermeiden, haben sich schon ganze 10 Kilo an Hüften, Bauch und Po angesammelt. Natürlich hat sich auch was an der Oberweite geändert, aber ein Gentleman schweigt und genießt.

Schweigen und Genießen. Gutes Stichwort. Am Montagmorgen um 6.30 Uhr durfte ich das schöne Wetter und vor allem die Sonne, die dann schon beachtlich hoch am Himmel steht, genießen.  Bei einem Spaziergang. Gute 3 Kilometer vor der Firma hat sich irgend eine lebensmüde Glasscherbe vor mein Fahrrad geworfen. Mein Reifen dachte sich, dass er doch nachgeben müsste, der Schlauch tat es ihm gleich, und ich dachte nur: “Scheiße!” Alle paar Minuten fuhr dann irgend ein Arbeitskollege vorbei, weil es ist die einzige Straße ist, die zur Firma hinführt, hupte, winkte oder grüßte einfach nur freundlich den Spaziergänger der sein Rad am Rand schob. Der Letzte hielt sogar an und meinte mir erklären zu müssen, dass er zwar nicht wisse, was man in Deutschland mit seinem Fahrrad macht, hier in Norwegen diese Art der Fortbewegung samt Fahrrad nicht üblich sei. Ich bedankte mich herzlichst für die Auskunft und verwies darauf, dass ich viel zu früh losgefahren sei und jetzt noch ein paar Sonnenstrahlen genießen wollte. Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu kümmern! Der Vorteil war, dass ich wieder Pickup fahren durfte. Nach Hause versteht sich. Das entschädigte zumindest ein wenig.

Wie jeden Freitag ist Judith am Wäsche waschen. So sitze ich hier, schreibe, und sehe mir meine Wäscheteile in ihrer Hand an, die mir demonstrativ aus dem Schlafzimmer entgegen gehalten werden. Meist begleitet von der Frage: “Ist das Wäsche?!”  Es nervt. Ich sage nichts. ” Ich möchte mal gern wissen wie Du deine saubere Wäsche von der Dreckigen unterscheidest!” Meine Antwort, wie immer wenn ich genervt bin, kurz und knapp: “Ich riech dran!” Ein T- Shirt, welches mir grade um die Ohren fliegt, erinnert mich wieder daran, doch etwas auf die Gefühlsschwankungen schwangerer Frauen zu achten.

In diesem Sinne

Ein schönes Wochenende und vielleicht gibt es sogar mal wieder ein Video vom Wochenende.

Gruß

Karsten





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