Jeg er tilbake!
Freitag, 28. Mai 2010, 16:02
Abgelegt unter: Tagebuch

Eg e´tilbas (Haugesunds Dialekt) oder einfach nur: Ich bin zurück! Zurück? Nein, kein Comeback, dafür hätte es ja erst mal einen Abschied geben müssen. Den gab es zwar, aber im ganz kleinen Kreis. Und zwar am Samstagmorgen, kurz bevor ich ins Flugzeug gestiegen bin. Bei manchen sorgte mein Erscheinen in Deutschland für große Überraschung, bei anderen hingegen nicht so. Ich verbrachte wiedermal 3 wundervolle Tage und kann abschließend nur sagen, wie sehr es mich gefreut hat, den einen oder anderen kennen gelernt, wiedergetroffen oder einfach nur gesehen zu haben. Was nicht geklappt hat, war das fast schon rituelle Pferdeklopsessen mit einem Freund. Aber ich war ja nicht das letzte Mal da. Vielleicht in diesem Jahr. Aber das Nächste kommt bestimmt.

Allein der Rückweg am Mittwoch war dann etwas anstrengender. Um 02.10 Uhr in der Früh ging der Wecker. Da meine Großeltern nach Schweden gefahren sind, bot sich für mich die Möglichkeit, sie bis nach Bremen zu begleiten. Eine Mitfahrgelegenheit wenn man so will. Ich durfte mich sogar selbst zum Flughafen fahren. Opa zog es vor auf der Rückbank Platz zu nehmen und Oma unterhielt mich bestens während der Fahrt. Wir kamen von Politik auf die berühmten Bratkartoffeln und es hatte den Anschein, als sei dies die schnellste Fahrt gewesen,  die ich jemals nach Bremen gemacht habe. Am Flughafen gab es dann noch ein paar Schokoriegel zum Frühstück für mich und die letzten Euros investierte ich dann in eine Bild und in eine Bild der Frau für meine daheim auf den Hund aufpassende und aus Schwangerschftsgründen nicht fliegen wollende Ehefrau. Pünktlich um 8.15 Uhr norwegischer Zeitrechnung landete der Flieger und um 8.45 Uhr saß ich mit Judith am Küchentisch, erzählte, packte aus und machte ihr ein Geschenk, welches nicht teuer, aber dafür einen unvorstellbaren Wert hatte. Es gab ein Zehnerpack Milchschnitten. Was soll ich sagen, ihr Tag war gerettet.

Meiner ging irgendwie an mir vorbei. Ich merke schon das ich älter werde. Also früher, ja früher hätte mir das ja nichts ausgemacht mit dem früh aufstehen und so. Ich glaube man belügt sich bei so etwas immer selbst. Früher ist es einem genau so schwer gefallen, da es aber schon so weit zurück liegt und später alles sowieso immer halb so schlimm war… Ich bin nicht arbeiten gegangen. Lag auf der Couch, hab heia gemacht, war am Boot und abends wieder früh im Bett. Soviel zum Mittwoch. Als der Wecker Donnerstagmorgen klingelte hatte ich das Gefühl nie weg gewesen zu sein und auch auf der Arbeit war alles beim Alten.

Gestern bekam ich Post vom Bootsverein. Ich kann doch tatsächlich einen Platz dort haben. Es dauerte jetzt gut 3 Monate. Aber lieber spät als nie. Da soll mal einer was sagen. Als ich meinen früheren Arbeitskollegen von unserer Bootgeschichte auf Stord erzählte (zu weit zu fahren, immer der ganze Tag, nicht immer Angelwetter etc.) wurde mir vorgeworfen das ich doch auf einem ziemlich hohen Niveau jammern würde. Man muss vorsichtig sein, was man erzählt. Ich sag es immer wieder.

Noch vorsichtiger muss man sein wenn es um das Geschlecht des Nachwuchses geht. Künftige Omas und Uromas sind die denkbar schlechtesten Geheimnisträger. Deshalb mache ich es jetzt auch für alle öffentlich. Also der oder diejenige von Euch der noch unwissend ist, kann die Gewißheit haben, das ich mein Boot nicht verkaufen muss. Es gibt kein Pferd und ich muss im Sommer auch nicht drin sitzen und Puppen an- und ausziehen. Es wird also ein Junge. Beim baldigen Vater sorgte das natürlich für Hochstimmung, die werdende Mutter siehts eher gelassener.

Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an alle mit denen ich die Zeit verbringen durfte. Danke für tolle Gespräche, nette Gesten und wie immer ein ganz fettes Dankeschön an Hotel Mama. Zu guter letzt noch ein Gruß an Christa und meinen Fanclub im St.Vinzenz- Hospital in Dinslaken. Lasst was von Euch hören.

In diesem Sinne

Gruß Karsten

p.s: Beim nächsten Ausflug wird die Kamera wieder dabei sein. Dann gibts ein paar neue Bilder. Das kann auch in der Woche geschehen. Also reinschauen kann sich durchaus lohnen.









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