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So, wieder zuhause. Wie ja letzte Woche angekündigt haben wir “Urlaub” gemacht. Quasi direkt vor der Haustür. Die ersten Tage war uns das Wetter nicht so wohl gesonnen. Viel Wind, dafür aber Sonne, die man aufgrund von Ersterem aber nicht richtig genießen konnte. Die Frauen gingen auf Shoppingtour, ich war mit dem Schwiegervatter das ein oder andere Mal raus zum Fischen. Abends gab es dann meist gemeinsame Fernsehabende. Ganz nett mal wieder ein paar deutsche Programme zu schauen. Ich hab den Schwiegervatter sogar dazu bewegen können früh mit mir raus zu fahren. Wir fingen auch Fisch, mussten ihn aber verdammt viel suchen. Am nächsten Morgen war für ihn Ausschlafen angesagt. Er sollte es bereuen. Fisch bis zum Abwinken und zur Feier des Tages gab es sogar ein paar Schweinswale zu beobachten. Ich bin jedes Mal so beeindruckt, dass selbst ich die Angel für einen Augenblick zur Seite lege. Ja, hier ist halt jeder Tag anders. Heute war dann Abreise. Mit ein paar Tüten Fisch für den Rest der Familie ging es für den Besuch wieder in Richtung Deutschland. Ich hoffe es hat ihnen gefallen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass die Woche zu schnell rum ging und ich es ein wenig schade finde eine ganze Zeit wieder ohne Badewanne und Sauna auskommen zu müssen. Aber ein Ende ist ja absehbar. Im Juli kommen dann Judiths Schwiegereltern samt Schwiegergroßeltern. Dann gehts wieder auf Angel-,Blubber und Saunatour. Ich freue mich wie ein kleines Kind! Gute Überleitung.
Am Dienstag waren wir im Krankenhaus. Judith hatte einen Ultraschalltermin. Was es wird, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Der Termin wurde etwas korrigiert. 30. September ist jetzt Stichtag. Mal sehen ob es ein Geburtstagsgeschenk zu meinem 30sten wird. Ich habe ja immer schon gesagt, dass ich gerne mal für ein paar Sekunden auf meinem eigenem 30sten Geburtstag vorbeischauen würde. Wahrscheinlich hätte ich ganz viel Blut und Schreierei vor Augen gehabt. Dazu noch Leute, die ganz komisch sprechen. Ich wäre wahrscheinlich drogenabhängig oder Alkoholiker geworden, säße in einer Nervenanstalt und hätte wohl dort auch meinen Geburtstag verbracht. Kurz danach hätten sie mich dann entlassen können, weil, es ist ja nicht das eingetreten, was ich gesehen habe. Insgeheim hoffe ich aber, dass es eintreten wird. Dann werden es nämlich immer gemeinsame Runde Geburtstage. Zugegeben, mein 40ster wird nicht so der Hit aber mein 50ster! Ich werde ihn in Gesellschaft von ganz vielen jungen Mädchen verbringen können. Herrliche Aussichten. Wobei hier die Frage des Geschlechts ja noch nicht beantwortet wurde. Man darf also weiterhin gespannt sein.
Heute haben wir die Saison angegrillt. Eigentlich war das mein Plan für Morgen, aber so ist das halt mit schwangeren Frauen und deren Appetitswellen. Besser nutzen, wenn sie gerade mal da sind. Wer weiß, wann und ob sie überhaupt nochmal wiederkommen.
Am Montag wird hier wieder die Flagge gehisst. Um 7.00 Uhr. Pünktlich. 17. Mai. Norwegens Unabhängigkeit. Independence Day, wenn man so will. Nur ohne Außerirdische und ohne Will Smith. Dafür aber mit unzähligen Kranzniederlegungen und Zügen. Also Folksumzüge wie in Deutschland zu Karneval. Nur ohne Kamelle. Dafür aber mit massig Nationalstolz und Trachten, sowie Brause, Eis und Pølser für die Kinder. Dann heißt es auch für uns wieder: “Ja vi elsker dette landet …” Ich für meinen Teil geselle mich an diesem Tag zu den Kindern.
Dienstag geht es dann aus dem langem Wochenende zurück an die Netze und die schlimmen Kinder. Aber bis dahin ist ja noch Zeit. Genug von hier. Genießt noch den Rest des Wochenendes. Da es ja wieder niemand nötig hatte sich einzutragen geht das Paket in Richtung Antje!
Macht´s hübsch und bis zum nächsten Mal!
Gruß
Karsten