dumping
Freitag, 30. April 2010, 15:00
Abgelegt unter: Tagebuch

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe. Ich habe mir gedacht, dass ich diesmal ein Thema anschneiden werde, das wenig bekannt, gern verschwiegen, aber so von der EU  gewollt ist. Und da ich ein ziemlich breites Publikum anspreche, nutze ich hier die Gelegenheit um auf einen Mißstand aufmerksam zu machen, der mir schwer im Magen liegt. Einer der Gründe, warum Norwegen nicht in der EU ist und, wenn es nach mir geht, auch bitte nicht beitritt, solange diese Praktik angewandt und derartige Politik betrieben wird.

Es geht um das Quotenfischen in der gesamten Ostsee und in großen Teilen der Nordsee. Dass die Fischbestände rückläufig sind, ist Fakt. Wo noch in den 90er Jahren Fischtrawler mit EU- Mitteln gefördet wurden, werden nun Millionen ausgegeben um sie wieder zu entsorgen. Ebenfalls EU-Mittel der Steuerzahler. Eine Abwrackprämie, wenn man so will. Diejenigen, die noch in Betrieb sind (und das sind nicht wenige) haben eine festgelegte Quote. Ist diese Quote für eine bestimmte Fischart erfüllt, darf kein Kilo der jeweiligen Art mehr in den Hafen geliefert werden. Dies führt dazu, dass ein Fischer, der z.B. noch 2 Tonnen Dorsch fischen darf, beim letzten Einholen des Netzes jedoch 10 Tonnen oder mehr hat, den Rest wieder ins Wasser werfen muss. Ist doch toll wird sich jetzt derjenige denken, der nicht weiß, dass es von diesen 8 Tonnen (oder mehr) nicht ein Fisch schaffen wird zu überleben. Grund hierfür ist der Druckausgleich, den die Tiere so schnell nicht schaffen. Ähnlich wie ein Taucher, der zu schnell auftaucht. Zudem kommt, dass das Mindestmaß auf 38 cm festgelegt ist. Also jeder Fisch der unter 38 cm mißt, geht so wie er ist, wieder über Bord und verrottet am Meeresboden.  

Hat ein Fischer nun seine Dorschqoute erfüllt, seine Herings- oder Plattfischqoute jedoch noch nicht, fischt er natürlich weiter. Es geht schließlich um seine Existenz. Ich muss hier nicht erwähnen, was mit jeder anderen Fischart passiert, die er während seines Fischens an Bord zieht. Was mich dabei am meisten entsetzt ist, dass ”dumping” ein festgeschriebenes Gesetz der EU ist. Hält sich ein Fischer nicht daran, hat er mit empfindlichen Geldbußen bis hin zum Entzug der Lizens zu rechnen.

Ein weiteres Beispiel dieser Paradoxität ist Folgendes: Ein Fischer aus den baltischen Ländern zum Beispiel, der seinen Fang  mit an Land bringt und verkauft, weil er sich diesem Unsinn wiedersetzt und sein Überleben von seinem Fang abhängt, muss  Strafe zahlen. Strafe zahlen, weil die Fische auf dem Teller landen. Ein deutscher Fischtrawler hat aber das Recht, oder besser gesagt die Pflicht, hunderte von Tonnen im Jahr über Bord zu werfen?! Haben diese Fische also nur das Recht am Meeresboden zu verrotten anstatt sich zu vermehren oder hungrige Mägen zu füllen? Beides Alternativen die mir weitaus besser gefallen würden!

Hier mal ein Link den man sich ansehen sollte, damit man versteht, wovon ich spreche.<object width=”480″ height=”385″><param name=”movie” value=”http://www.youtube.com/v/7i5nX4-bScI&hl=de_DE&fs=1&”></param><param

Aus meiner Tätigkeit in der Fischindustrie weiß ich, dass es sich um ein eher kleines Fischerboot handelt. Also sind die Mengen die hier verworfen werden eher gering im Gegensatz zu größeren Booten.

 An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass man bitte nicht auf die Fischer schimpft. Diese handeln, wie es Ihnen das Gesetz vorschreibt. Die Schuldigen sitzen in schwarzen Anzügen in Brüssel an Ihren Schreibtischen und sind in den Vorständen einiger großer Fischim - und Exportunternehmen und halten sich die Preise aufrecht.

Das Problem ist noch weitreichender als man glauben mag. Wenn ich jetzt erwähne, dass der Artenschwund in Afrikas Wildnis hier seine Wurzeln hat, werden mich viele für gänzlich verrückt halten. Es ist jedoch so, dass die EU Qouten vor der afrikanischen Küste aufkauft, um Ihren Fischern ein Einkommen zu sichern. Diese fahren nun mit ihren Trawlern an die Küste Afrikas und zerstören dort nicht nur den Meeresboden und die dort heimischen Fischbestände, sondern auch die gesamte dort ansässige Fischindustrie. Dies führt wiederum dazu, dass die Bewohner sich nach anderen Lebensmitteln umschauen müssen. Wenn also nicht mehr aus dem Wasser, dann eben auf dem Land. Wilderei und Artensterben sind die Begleiterscheinungen dieser Politik. Alles von der EU gefördert und seinen Steuerzahlern mitfinanziert.

In Norwegen ist “dumping” verboten. Was nicht heißen soll, dass es hier nicht auch schwarze Schafe gibt. Gesetzlich ist es jedoch untersagt. Hier ist es genau andersherum. Wird ein Fischer erwischt der seinen Fang wieder über Bord kippt, drohen ihm Strafen oder der Lizenzentzug.

Die Mengen, die Angeltouristen aus dem Wasser holen, tauchen in keiner Statistik auf. Das tun die Fische, die wieder über Bord gehen aber auch nicht. Der Unterschied ist jedoch der, dass von den Fischen der Touristen ein weitaus größerer Teil verzehrt wird und nicht auf dem Meeresboden verrottet. Ich stelle mir die Frage, ob der gesamte Angeltourismus auch nur einen Bruchteil dessen aus dem Wasser holt, was jährlich wieder über Fischkutters Bordwand geht. Ich beende hier meinen Vortrag und lasse jedem ein wenig Zeit, eben Gelesenes zu verdauen. Harte Kost - ich weiß!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein nicht ganz so nachdenkliches Wochenende.

Ich freue mich auf zahlreiche Rückmeldungen und verbleibe mit den üblichen Floskeln!

Gruß

Karsten



Was zu unserem Glück noch fehlte…
Freitag, 23. April 2010, 17:02
Abgelegt unter: Tagebuch

…war eine richtige Portion Schnee. Die gab es aber zum Glück heute. Richtig dicke, weiße Flocken. Es war definitiv keine Asche und auch kein Industrieschnee. Die Temperaturen wollen einfach nicht in den zweistelligen Bereich. Es ist Herbstwetter. Im Frühling. Dass der April macht was er will, merkt man hier nur zu gut.

Dass aus meiner Welttournee und den damit zusammenhängenden Plattenverkäufen nichts wird, hat der aufmerksame Besucher dieser Seite sicherlich schon festgestellt. Da ist mir der Ozzy wohl zuvor gekommen. Auch zweifel ich daran, dass ich es mit dieser Seite so weit bringen werde, dass ich eine Tour starten kann. Also starten könnte ich schon eine, es würde nur niemand kommen.

Derweil bin ich am überlegen, ob Auswanderungshelfer ein geschützter Beruf ist. Ich könnte da in gewissen Dingen sicherlich behilflich sein und mir das honorieren lassen. Von dem Gewinn kaufe ich mir dann einen Sjark und ein Haus am Fjord. Gehe den ganzen Tag Bootfahren und beantworte abends ein paar Mails. Verschicke Rechnungen und sehe jeden Morgen auf meinem Konto nach, wie sich mein Geld quasi von allein vermehrt. Das Haus am Fjord kaufe ich deshalb, weil in der Nordsee keine Fische sind. Im Gegensatz zu unserem vorherigem Bootsplatz ist das Angeln in der offenen See richtig harte Arbeit. Nicht immer möglich und zudem sehr wellig. Aber das hatten wir ja bereits.

Eine weitere Woche verging, in der ich draußen mein Hofballett auf Trab gehalten habe. Kurz gesagt: an manchen Tagen habe ich mir echt den Arsch abgefroren. Es macht aber Spaß, also nicht das Frieren, sondern das Stapler fahren. Ist abwechslungsreich und ich kann Vieles dazu lernen. Zudem kann es ja nicht verkehrt sein universell einsetzbar zu sein. In Sachen Jobsicherheit und so. Wobei ich heute noch zu meinem Kollegen gesagt habe, dass ich wohl wieder nach Deutschland gehe. Fast Ende April und wir stehen da im Schneegestöber und frieren uns den Allerwertesten so klein, dass dieser genötigt ist schon fast nach innen zu gehen und uns ein bis drei Oktaven höher sprechen lässt.

Sehr zum Ärger der Meisten aber zur Freude Einiger habe ich mir gedacht… at eg skriver litt på norsk nå .

Vi får besøk. Vi fant endelig en termin da denne dama, som passte på Henry i Februar, har tid. Judith har sagt at hun vil bake kake. Egentlig var det min plan og gå på fisketur, men lørdag er lang og besøket kommer kl.16. Før og etterpå er det altså nok tid for meg og for fiskene for å vise meg at nordsjøen er ikke så tom som eg tenker. I dag må vi handle. Og rydder litt. Som vanlig hvis vi få besøk. Judith skriver en handlelapp og sier til meg at eg skal komme til slutt nå. Dessuten må vi lufte Henry. Jaja, sånn er det her på Vestlandet. Til slutt ønsker eg en riktig go´helg. Vi sees!

Das war es dann auch für heute. Tragt Euch an der Pinnwand ein, stellt Fragen und schaut auch nächste Woche wieder rein.

Bleibt Gesund und genießt den Frühling!

In diesem Sinne

Gruß

Karsten



Black Rain
Freitag, 16. April 2010, 16:28
Abgelegt unter: Tagebuch

Ich habe mich gefragt, warum es dieses Lied noch nicht gibt. Es gibt November Rain ( G´sn R) ,Purpel Rain (damals noch Prince) oder” Have you ever seen the rain” von CCR. Letzteres, ein wie ich finde sehr dummes Lied, wenn man an der Westküste Norwegens wohnt. Nur “Black Rain” gibt es noch nicht. Eigentlich ist der Regen ja auch gar nicht schwarz sondern mehr grau aber da wollen wir jetzt mal nicht so genau sein. Ich überlege grade ob ich nicht ein paar sinnlose Zeilen zusammendichte und mir die ganze Geschichte dann patentieren lasse. In der Hoffnung das Tobias Sammet oder vielleicht sogar Aerosmith genau diesen Titel haben wollen. Ich würde da mit mir reden lassen. Sagen wir ich kann die nächste Welttournee mitkommen und bekomme 5 % der Plattenverkäufe. Gar kein schlechter Gedanke. Zurück zur Realität.

Die sieht nun mal so aus das im Moment nicht viel geht. Also an den Flughäfen. Die, die sich freuen , sind jetzt die Bäckereiketten an besagten Orten, die ohnehin schon völlig überteuert sind und jetzt richtig absahnen.  Also sowohl auf den Kuchenstücken als auch auf finanzieller Ebene.

Es ist bewölkt hier. Zwar nicht durchgängig, man lese und staune, wir haben auch sonnige Abschnitte hier. Entweder hatte der Vulkan da grade Mittagspause oder der Wind über der Nordsee und dem Atlantik hat wohlwollend dazu beigetragen. Das die Wolken eine andere Farbe als grau haben sei jetzt mal dahingestellt. Ich kann es nicht feststellen.

Was gibt es bei uns neues? Judith befindet sich mittlerweile am Ende der 15 SSW. Genau wie ihr Bauch, wächst auch meiner im Moment. Ich mache mir da keine großen Sorgen. Ich bin halt mit Schwanger. Wir leben in einer Symbiose. Sie ist schwanger und ich werde dick. Das ein guter Hahn selten dick wird schreibe ich hier mal der Gunst der Hennen zu. Diejenigen die nicht wissen was ich damit meine können sich jetzt eine 5 in Biologie aufschreiben, die anderen behalten es schmunzelnd für sich.

Auf der Arbeit gibt es nicht sehr viel neues. Ich habe die theoretische Staplerprüfung mit 4 Fehlern bestanden und muss nun Praxisstunden sammeln. Ich fahre also Stapler. Mal mehr mal weniger. Mal ganz ordentlich dann wieder so das meine Kollegen wild anfangen zu gestikulieren. Es macht Spaß. Sowohl die Netze durch die Gegend zu fahren als auch meine eigene Ballettgruppe auf Trab zu halten. Ich gebe ihren Vorführungen dann so Namen wie “Tanz der Verzweiflung” oder “Grade noch gutgegangen”, schlage mir vor lauter Lachen auf die Knie und starte dann einen neuen Versuch.

Es soll am Wochenende regnen. Nun gut, dagegen kann man sich ja anziehen. Was man gegen Wind macht, da bin ich für jeden Ratschlag offen. Also Wind und Meer und Bootfahren. Unser Bootplatz liegt zwar sehr geschützt in einer Bucht, kommt man jedoch aus dieser raus, ist man direkt der offenen Nordsee ausgeliefert. Ich vergleiche sie zu gern mit einer alten störrischen Dame. Die mal ganz freundlich ist und Schokolade verteilt und keine Stunde später mit erhobenem Finger wütend im Flur rumkeift. Zudem spielt sie auch noch mit gezinkten Karten. Bei meinem letzten Ausflug am Mittwoch meinte es das Wetter gut mit mir. Stralender Sonnenschein. Eine stete Dünung leiß mir aber nach einiger Zeit zu denken geben wie mein Mittag wohl 4 Stunden später aussieht und ob es sich wirklich zum Anfüttern der Fische eignet. Kurz gesagt, mir wurde schecht. Jetzt nicht so richtig dolle, aber eben schlecht. Ich habe mich natürlich schon schlau gemacht was gegen Seekrankheit die bewährtesten Mittel sind. Jedes Mal bevor ich jetzt rausfahre, esse ich eine Tafel Schokolade und trinke dazu einen Pfefferminztee. Hilft zwar kein bischen, schmeckt beimsich erbrechen aber nach After Eight.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein ruhiges Wochenende.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal.

Karsten



Whalewatching
Freitag, 9. April 2010, 20:18
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So, da ist es wieder mal Freitag. Der Besuch ist weg und die Bude sieht wieder aus wie Schwein! Wo wir auch gleich beim Thema wären. Schwein haben wir gehabt und werde ich auch noch brauchen. Aber mal von Anfang an. Wir haben eine Boottour gemacht.  Ich überlege gerade, ob es Bootstour heißt oder ob das “s” nur Ruhrpottdeutsch ist, ähnlich wie Mietsvertrag oder so… Aber zurück zum Boot. Dieses liegt ja jetzt so nah, dass man auch mal zwischendurch eine Tour machen kann ohne gleich den ganzen Tag zu verplanen oder kilometerweit fahren zu müssen. So geschehen am Ostersonntag. Wir wollten ein wenig Fisch fangen und waren im Begriff meine selbstgeknüpfte Langleine (30 Meter- 20 Haken) auszulegen. Da das Gebiet sehr neu für uns ist, mussten wir erstmal mit dem Echolot ein wenig rumsuchen um eine geeignte Stelle zu finden. Ich war gerade dabei die Haken zu bestücken, als meine Frau diesen Blick aufsetzte, den ich eigentlich nur von großem Erstaunen her kenne und noch nicht allzu oft gesehen habe. So bewundernswert ist das ja jetzt auch nicht, was ich hier mache, dachte ich so, als ich das Wort ” Wale” aus ihrem Mund vernahm. Nee, wollte ich schon sagen, Dorsch reicht vollkommen als ich ihrem Finger folgte, der direkt an meiner Nase vorbei aufs Wasser zeigte. Tatsächlich. Schweinswale. Das nenn ich mal Einstand. Zweite Tour mit dem Boot und gleich Wale gesehen. Mit dem Fisch sah es am anderen Tag nicht so gut aus. Niemand von den Flossenträgern schien sich für meine Köder zu interessieren. Aber auch da wird meine Zeit noch kommen. Ich bin ganz sicher.

Das andere Schwein brauche ich an diesem Wochenende. Ich habe einen Gabelstaplerkurs. Soweit ja ganz nett, macht auch Spaß, wenn da nicht dieses verdammte aber wäre. Es ist natürlich alles auf norwegisch, ohne Untertitel und zudem fachsprachlich. Außerdem sind mir die gesetzgebenden Institutionen hier lange nicht so vertraut, wie sie es in Deutschland sind. Wir werden sehen.

Der Wetterbericht hat für das Wochenende ein Bombenwetter angesagt. Wenn der Freitag, also Heute, der Einstieg war, dann herzlichen Glückwunsch. Es waren hier 18 Grad und blauer Himmel. Unglaublich! Da fällt mir wieder so ein dummer Spruch aus Deutschland ein: Die Sonne brennt, die Sonne sticht, der Idiot geht auf Mittagschicht! Ich arbeite derweil daran mir einen passenden Reim auf norwegisch zu dichten. Mit “Helg” und “Truckførerkurs”. Wer Ideen hat: bitte an die im Moment ziemlich ärmlich anmutende Pinnwand damit.

So, ach so, Frau und Kind sind wohlauf. Dem Hund gehts auch ganz gut und nächste Woche erfahrt ihr dann ob es mit dem Truckførerkurs geklappt hat und / oder wie die Fische hier momentan so drauf sind.

Lasst Euch die Zeit nicht lang werden und habt hoffendlich ein schöneres Wochenende als ich.

Bis zum nächsten Mal!

Gruß

Karsten

P.S. auf erneute Nachfrage gibt´s hier nun endlich ein Bild vom neuen Behnk´schen-Boot



Zu Besuch im Hotel Behnk …
Freitag, 2. April 2010, 22:08
Abgelegt unter: Tagebuch

Hallo Zusammen!

Hier meldet sich der zuvor angekündigte Besuch, für den fleißig gewienert wurde. Um erstmal mit allen Vorurteilen aufzuräumen, wir haben unsere Gläser weggeräumt, haben die Schuhe ausgezogen, fleißig im Sitzen gepischert und zwischendurch versucht mal als gute Fee tätig zu werden. Da uns bisher noch nicht, mit übertriebener Freundlichkeit, die Vorzüge eines Zeltes dagelegt wurden, bin ich ziemlich sicher, dass wir durchaus erträglich sind.

Leider sind die Koffer schon wieder fast gepackt und nach dem leckeren Futter, was gerade ca. vier Meter links von mir gezaubert wird, steht der letzte Ausflug in Norwegen an. Morgen geht der Flieger zurück Richtung heimischem Schreibtisch und das Faulenzen und Erholen hat ein Ende … schade, schade.

So richtig viel Glück mit dem Wetter hatten wir nicht. Erst heute zeigte sich die Sonne bei geradezu rekordverdächtigen, fast zweistelligen Graden, die allerdings vor einigen Minuten schon eine kurze Pause einlegte, für ein bisschen Hagel. Am Mittwoch hatten wir Schnee, den wir ja schon fast vermisst hatten. Ansonsten pfeift der Wind ganz schön.

Wie immer kann ich nur empfehlen mal einen Abstecher in den Norden zu machen und die 3,5 Behnks zu besuchen. Die beiden Größten sind wirklich gute Fremdenführer, man erfährt viel über das Land und die Norweger, was wirklich interessant ist. Wesentlich besser als das Gedudel aus irgendwelchen Büchlein. So weiß ich jetzt, z.B. dass Norweger auch ganz lustig sein können (Katzen werden hier anscheinend “Pussy” gerufen) und, dass die Miniaturausgabe der Freiheitsstatue nicht aus Spaß hier steht oder weil sie ganz nett aussieht, sondern weil das Material, aus der sie gemacht ist, hierher kommt. Was wir überigens nicht rausgefunden haben, ist, ob die nette Dame in türkis in einem Stück in den USA ankam oder, ob, wie Judith vermutete, sie mit ein paar Franzosen geliefert wurde, die sie zusammen gesetzt haben. Ich bin mir aber sicher, dass sich hier irgendjemand findet, der das weiß oder rausfindet … oder? Ich bin gespannt.

Soviel von uns, gehabt euch wohl

Jörn und Nicole





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