Historier fra Vestlandet
Freitag, 5. März 2010, 19:22
Abgelegt unter: Tagebuch

Geschichten aus dem Westland, wenn man es frei übersetzt. Mir ist aufgefallen, dass ich Euch die Autoeinfuhrgeschichte nicht zu Ende erzählt habe. Wie oft wir wo waren kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich versuche mal zusammen zu fassen.

Als erstes war ich beim Vegvesen. Dort sagte ich, dass ich gern ein Auto in Norwegen einführen möchte. Man wies mich aber ab und schickte mich zum Zoll. Dort musste als erstes das Auto versteuert werden. Also 25% auf den Marktwert in Deutschland. Dazu mussten wir eine Bescheinigung haben, die besagt, was das Auto in Deutschland wert ist. Meine Mutter war so nett uns diese zu besorgen. Mit dieser Bescheinigung ging es dann zum Zoll und man wurde das erste Mal zur Kasse gebeten. Hier gab es jetzt eine Bescheinigung, dass das Auto versteuert wurde. Mit dieser musste man dann wieder zum Vegvesen, wo festgestellt werden musste, dass es sich auch wirklich um besagtes Auto handelt. Hier trat dann das Problem auf, dass sich besagtes Auto nicht im Computer befindet. Twingo wurde nie von Renault in Norwegen vertrieben. Also war eine COC - Bescheinigung nötig. Wieder Mama angerufen, wieder gewartet. Mit dieser Bescheinigung dann erneut zum Vegvesen. Dort dann erfahren, dass man nicht einfach so vorbeikommen kann, wie uns vorher gesagt wurde, sondern man auf bestimmte Tage achten muss, an denen diese Autos geprüft werden. Lediglich die Papiere wurden kontrolliert, ob auch alles vollständig ist. An eben dem bestimmten Tag wieder hin. Die Fahrgestellnummer wurde überprüft und eine Menge in den Computer eingegeben. Dann bekam man die Scheine vom Zoll wieder, wo jetzt eingetragen war, dass es sich auch tatsächlich um das besagte Auto handelt. Wieder zum Zoll, wieder bezahlt. Yes, fertig! Jetzt nur noch Schilder holen und gut. Nö, ohne Versicherung läuft auch hier nichts. Also vom Vegvesen, ohne Schilder, zur Versicherung, versichert, zum Vegvesen und dann Schilder bekommen. Zum Schluss sollte ich noch erwähnen, dass wir hier in Norwegen sind und die Arbeitszeiten staatlicher Einrichtungen als sehr arbeitnehmerunfreundlich beschrieben werden können. Also wenn man nicht beim Staat beschäftigt ist. Ist man dort beschäftigt, sind sie natürlich sehr arbeitnehmerfreundlich.

Wir haben uns zwei neue Schränke gekauft. Als wir diese heute endlich abholen wollten, weil ich den Pickup von der Arbeit nicht eher bekommen konnte, habe ich gedacht: Hhhhmmm, Einrichtungshäuser sind hier wohl auch staatlich. Also das Geschäft hatte um kurz nach 18 Uhr noch auf. Das Lager jedoch nicht mehr. Ja, man braucht hier sehr viel Gedult. Am meisten ärgert mich gerade, dass meine Angelsachen im Auto sind, welches ich auf der Arbeit habe stehen lassen. Das Möbellager macht morgen erst um 10 Uhr auf. Davor hätte man doch prima die Zeit nutzen können. Aber ich glaube das verschiebe ich auf Sonntag. Schränke aufbauen geht bei uns selten reibungslos von der Hand und dann gönne ich mir Sonntag diese Auszeit gerne.

Erwähnte ich eigentlich schon, dass der ganze Schnee, der im laufe der Woche auf Grund von schönem Wetter geschmolzen ist, heute wieder neu runter kam. Wo ihr in Deutschland bald im T-Shirt rumlauft, legen wir hier noch ne Extrarunde in Sachen Schnee- und Eisglätte ein.

So, genug für heute! Bleibt geschmeidig und denkt beim nächsten Mal, wenn irgend etwas zu langsam geht, es gibt da noch ein Land hinter den sieben Bergen, da wohnt einer, bei dem dauert es mitunter noch viel länger.

Bis zum nächsten Mal!

Gruß

Karsten





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