Auszeit
Freitag, 18. Dezember 2009, 17:25
Abgelegt unter: Tagebuch

Ups! Was war das denn? Mittwoch Morgen 9.10 Uhr war Feierabend. Es ging nichts mehr.” Mensch Karsten, jetzt sieh mal zu, dass du fertig wirst. Die Anderen warten schon.” So meine Selbstanfeuerungsversuche. Aber bei Karsten war sprichwörtlich gesagt die Luft raus. Sand im Getriebe. Blei in den Knochen. Wie gesagt, 9.10 Uhr war Feierabend. Den Rest des Tages habe ich dann zusammen mit Henry auf der Couch verbracht. Er zeigte sich solidarisch und war einfach mit krank. Judith stieg am Donnerstag mit ein. Ich war wieder auf dem Weg der Besserung, da fing sie an. Henry war durchgehend krank. Heute ging es dann wieder. Da es Freitags bei uns auf der Arbeit immer sehr entspannt ist, ließ es sich auch gut ertragen.

Es ist kalt geworden in Norwegen. Aktuell zeigt das Thermometer -6,3 Grad an. Fürs Wochenende ist Schneefall angesagt. Toll. Die ganze Woche schien die Sonne und wenn es endlich mal wieder klappt, dass wir zum Boot können, dann muss es natürlich schneien. Erfahrungsgemäß sind die Straßen aber gut befahrbar. Liegt unser Boot doch quasi an der A1. Also hier E39, was aber so ungefähr das selbe ist. Nur mit weniger Autos. Und die Aussicht ist besser. Dafür ist die Straße schlechter. Weniger Baustellen würde ich einfach mal behaupten. Jetzt aber genug. Erwähnte ich die Tunnel?

Voller Vorfreude, weil das ist ja bekanntlich die Schönste aller Freuden, sehen wir Weihnachten entgegen. Ein paar Tage deutsche Küche genießen, Supermärkte nach Altbekanntem absuchen und natürlich Freunde , Bekannte und Familie wieder sehen. Ja, zugegeben, anfangs wehrte ich mich etwas dagegen, mittlerweile freue ich mich. Sind ja nur ein paar Tage. Die haben es terminlich gesehen aber mehr als in sich. Da darf auch “nichts” Unvorhergesehenes dazwischen kommen.

Bei Judith auf der Arbeit war Wichteln angesagt. Das ist so ein pädagogischer Kram, bei dem alle etwas kaufen und sich dann gegenseitig schenken. Im besten Fall soll keiner wissen von wem das Geschenkte kommt. In den meisten Fällen weiß es sowieso jeder und das, was man gekauft hat, hätte man selber gern. Später regt man sich dann darüber auf, was man doch für einen Scheiß bekommen hat und wie glücklich sich doch der Andere schätzen kann, soetwas Tolles bekommen zu haben. Judith verschenkte eine Weinschachtel. Wir hatten noch eine Flasche trockenen Rotwein, den hier eh keiner trinkt. Hübsch verpackt in einer Holzkiste samt Zubehör. Öffner, Ausgießer und was man sonst  so alles nicht braucht beim Weintrinken. Im Gegenzug gag es…. Tatatataaa. Ein Schnneball mit ganz vielen Lichtern zum ins Fenster hängen. Zum Glück nicht so ein Blinkeding - das wäre sofort in die Wiederverwertung gegangen. Sie findet es ganz hübsch, jetzt da es hängt. Ich amüsiere mich über die lustige Verkabelung die direkt hinter meiner Sofaseite hergeht. Mal sehen, wann ich das Ding das erste Mal runterhole. Im Zweifelsfall bekomme ich auch einfach nur eine gewischt. 220 Volt Wechselstrom, die Frisur sitzt.

Dabei fällt mir bei allen Ausschweifungen ein, dass ich in meinem Buch ja mal eine Abhandlung  zum Thema: “Männer, Frauen und Weihnachtsdekoration” schreiben könnte. Weihnachtsdeko läßt sich dann auch wahlweise mit allem anderen Dekomist ersetzen. Entschuldigung, Frau Golda. Natürlich heißt es “Raumgestaltung”.

Zum Schluss möchten wir uns noch bei Claudia und Edwin für die nette Weihnachtspost bedanken. Ein herzliches Dankeschön auch an meinen früheren Arbeitgeber und der dazugehörigen Post. Zugegeben über Ersteres freute ich mich etwas mehr!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen 4. Advent. Passt auf Euren Kranz auf. Unseren durfte ich schon erfolgreich löschen. Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass mir Deko etwas suspekt ist?!

Bleibt gesund, empfehlt uns weiter und seid nicht böse, wenn wir es nächsten Freitag nicht in altgewohnter Manier schaffen. Vielleicht wird es schon Mittwoch was, vielleicht aber auch erst Samstag. Reingucken lohnt sich in jedem Fall!

Gruß

Karsten









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