Kombinationen
Freitag, 13. November 2009, 16:27
Abgelegt unter: Tagebuch

Da ist es wieder Freitag. Wieder ist eine Woche rum. Zu allem Überfluss ist heute auch noch Freitag der 13te. Aber da ich nicht abergläubig bin und zudem hier noch keine schwarze Katze gesehen habe, kann ich das Datum ganz entspannt betrachten. Unentspannt wird es, wenn man sieht wie lange es noch bis Weihnachten und Sylvester ist. Also kurz meine ich. Aber auch das macht mir dieses Jahr eher wenig Kopfzerbrechen. Die letzten Jahre war es ja immer so eine Sache mit dem Abstimmen der Termine. Eltern, Schwiegereltern, Großeltern, Arbeiten und Freunde. Aber jetzt…

Nun gut, die Einleitung hätten wir also schon mal geschrieben. Was gibt es Neues? Wie Judith Euch in der Woche ja schon geschrieben hat, haben wir eine neue Couch. Da das Ding etwas schwer und vor allem auch sperrig ist, kann sich jeder, der schon mal hier gewesen ist, vorstellen ,was das für ein Akt gewesen sein muss, das Ding hier hin zu stellen. Also erstmal hier rein kriegen durch den schmalen Flur. Neben den üblichen Fingerzwischencouchundtür und allerhand Schimpfwörtern, Hund zum X-ten Mal in den Korb schicken und sonstigen Verwünschungen, gestaltete sich die Aktion aber durchaus gut und konnte am Ende als gelungen betrachtet werden.

Ich glaube fest daran, dass Dinge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, öfter mal miteinander kombiniert werden sollten. Ja, ich spiele gern Adventuregames, also die mit dem “gehe zu…” oder “benutze…mit…”, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Wie ich darauf komme? Nun, nachdem die Couch dann endlich stand und Judith unbedingt das Chaos beseitigen musste, bin ich zu unserem Vermieter rauf. Jetzt, wo die Sprache kein Problem mehr darstellt, gehe ich öfter mal zu ihm hoch um einfach ein wenig zu quatschen. Ich sagte ihm, dass wir eine neue Couch haben und ob er nicht mal sehen will, was wir so mit seiner Wohnung anstellen. Gesagt getan. Er war übrigens das erste Mal bei uns seit dem wir hier wohnen. Muss wohl daran liegen, dass ich so oft oben bin. Er war ganz begeistert. Mensch, sagte er, das sieht so toll aus. Jetzt fehlt nur noch ein Kamin. Ich stimmte ihm zu, betonte aber, dass dazu das nötige Kleingeld im Moment nicht in der Portokasse ist. Ach, kein Problem. Er kauft den. Äh? Wie jetzt? Jaja, kein Problem, Nur anschließen muss ich den selber. Können ja mal die nächsten Tage los und einen aussuchen. Super! Benutze Vermieter mit Couch und bekomme einen Kamin. Ich sollte ihm mein Fahrrad zeigen - unser Boot braucht einen neuen Anstrich.

Es ist bald Dezember. Das hatten wir ja bereits in der Einleitung. Dezember heißt auch hier “Weihnachtsgeschäft”. Da der norwegische Staat daran interessiert ist, eben dieses ein wenig anzukurbeln, bezahlt man hier im Dezember weniger Steuern. Und zwar die Hälfte des sonst üblichen Steuersatzes. Also auf dem Lohnzettel meine ich. Die Sachen, die man kauft, bleiben gleich teuer.  Dafür gibt es kein Weihnachtsgeld von der Firma. Also nicht regulär. Ich habe da aber schon so etwas läuten gehört. Also letztes Jahr gab´s was. Muss aber auch ein gutes Jahr gewesen sein. Auftragstechnisch gesehen. Abwarten.

Abwarten ist übrigens ein gutes Stichwort. Ich warte jetzt quasi jeden Tag auf neue Werbeprospekte und hoffe auf Paketangebote. Zum Beispiel Fernseher mit Playstation 3 für unglaubliche…. Kronen. Vielleicht denken die sich im Geschäft ja Ähnliches, wie ich mit dem Vermieter. “Kombiniere Fernseher (Auslaufmodell) mit Playstation3 (keine Slim)” -bekomme Geld von sparsamem Deutschen.

In diesem Sinne ein kombinationsreiches Wochenende und etwas mehr Tageslicht als hier. Bleibt uns treu und empfehlt uns weiter.

Gruß

Karsten









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