Abgelegt unter: Tagebuch
Hallo Ihr lieben!
Ja genau, Freitag. Wie jede Woche. Meine flog wieder eimal. Danke erst mal an Nicole für diesen doch sehr ansehnlichen Bericht und vor allem für die ganzen Nettigkeiten aus Deutschland. Irgend etwas müssen wir falsch machen. Alle die hier waren melden zurück das es ja soo toll hier war. Das schlimme daran ist, alle wollen wiederkommen. Hab ich nicht die Einsamkeit und Anonymität gesucht um meine Ruhe zu haben? Mal sehen, vielleicht machen wir ja auch mal ein Feriencamp oder so was in der Art auf. Da hab ich dann zwar keine Ruhe aber ein zusätzliches Einkommen.
Vom Feriencamp, an dem unser Boot liegt, gibt es so viel zu Berichten das wir natürlich wieder hin fahren und nicht angeln sondern arbeiten. Ich war der Meinung das wir unser Boot schon ganz gut und sicher vertaut hatten. Der Fjord und die Wellen samt Wind haben mich/ uns mal wieder eines besseren belehrt. Es hat sich losgerissen und ein wenig selbst zerlegt. Geht es nach mir wird der Kahn verkauft. Da jetzt aber die denkbar ungünstigste Zeit ist um ein Boot zu verkaufen, haben wir a) die Torte noch bis zum Frühjahr an der Backe und b) ich noch etwas Zeit um den Mitbesitzer zu überzeugen das Plastik um einiges besser ist als Holz.
Bei Judith und mir gab es arbeitstechnisch gesehen nicht viel neues. Um genauer zu sein, so gut wie gar nichts. Alles Zukunftsmusik. Weihnachtsessen und Laternenumzug im Kindergarten und noch keinen Termin für die Weihnachtsfeier meiner Firma. Bei unserem Glück fällt beides wieder auf einen Termin. Weihnachtsessen ist hier nämlich mit Partner.
Der Karmsund, mein Angelgewässer direkt vor der Haustür entging heute morgen nur knapp einer Katastrophe. Ein Boot meinte, direkt vor der Firma in der ich arbeite, auf Grund laufen zu müssen. Ich konnte also den ganzen Tag über der Bergungsaktion zuschauen. Hab Euch hier mal den Link hinterlegt, http://www.h-avis.no/section/video/1225&id=992 falls es sich jemand ansehen möchte. Im Bericht geht es darum, dass das Boot vorne seinen Dieseltank hatte , es aber weitaus schlimmer hätte kommen können und die Schäden sehr überschaubar wären. Gegen 14 Uhr war der Spuk dann vorbei. Diesel und Öl wurden abgepumpt und das Boot wurde, auf Grund der einsetzenden Flut, wieder frei gezogen.
Viel mehr gibt es irgendwie nicht zu berichten. Im Moment jedenfalls nicht. Es wird hier alles langsam aber sicher zur Normalität, sprich Alltag. Natürlich machen wir hier einiges, ich glaube aber kaum, dass das auf sonderlich großes Interesse stoßen würde. Ihr geht ja auch Einkaufen, Putzt oder dreht ne Tour mit dem Hund. Bor Scheiße, alles das was ich Heute noch machen muss.
Ein entspanntes Wochenende und das Übliche, Ihr kennt das ja.
Gruß
Karsten