Leseprobe
Freitag, 2. Oktober 2009, 14:19
Abgelegt unter: Tagebuch

Da es wieder Freitag ist, bekommt ihr wie fast jeden Freitag, ein wenig Nervennahrung.

An dieser Stelle möchte ich erst mal ein ganz fettes DANKESCHÖN für all die lieben Geburtstagsgrüße los werden. Ich habe meinen Geburtstag mal ohne all die Obzönitäten, pompösen Zeremonien und Rituale gefeiert. Dieses mal nur im ganz engen Familienkreis. Frau, Hund und meine Wenigkeit. Nüchtern, nonkonform, neunundzwanzig! Eigentlich zu jung um alt zu sein.

Sagen wir: ich bin nicht alt, nur ein wenig älter. Und da Männer ja eh nicht älter, sondern nur interessanter werden…. Jetzt aber genug der ganzen Selbstverherrlichung und Süßholzraspelei! Zurück zum Wesentlichen.

Wir schlagen uns hier mit den selben Dingen rum, wie es sie in Deutschland auch gibt. Ämter, Behörden, Arbeitskollegen usw. Wer also glaubt, dsas ein Umzug in ein anders Land auch gleichzeitig bedeutet, dass man weniger Sorgen hat, der irrt. Es ist nur alles etwas entspannter hier. Vor allem die Mentalität der Leute. Es läßt sich also besser aushalten.

Ich für meinen Teil kann mich eigentlich nicht beklagen. Bei Judith laufen die Uhren wohl etwas anders. Wo ich Post bekommen habe, muss sie hinterher laufen oder wahlweise telefonieren. Wo ich doch eher Glück mit meinen Arbeitskollegen habe, hat sie jetzt ein ”tüllekük” vorgesetzt bekommen. Ich denke, es dauert nicht mehr lange, bis die Nachwuchsplanung anläuft.

Sollte das Wetter so bleiben wie es ist, steht uns ein recht schönes Wochenende bevor. Mal sehen, wenn es so bleibt gehe ich vielleicht nachher mit Judith zum Strand Plattfische angeln. Morgen steht dann unser Mopstreff an und Sonntag gehts zum Boot. Ich muss meine Reuse reinholen. Es ist Hummerzeit. Diese Tierchen dürfen nur im Oktober gefangen werden. Sollte einer dabei sein gibts natürlich ein Foto. Auch die Netzfischerei gilt es noch ein wenig zu optimieren. Also alle Hand voll zu tun.

Wie in der Überschrift angekündigt, hier nun ein kleiner Richtungsweiser. Ich habe ein wenig in die Tasten gehauen und denke, dass es in dieser Richtung weiter gehen wird. Sicher bin ich allerdings nicht. Und ich denke, dass noch jede Menge Überraschungen dabei sein werden.

Und bitte:

Gib jemandem einen Fisch und er wird den Tag über gesättigt sein. Lehre jemandem das Angeln und er wird satt für den Rest seines Lebens.

Asiatische Sprichwörter. Ich finde es gibt solche und solche. Die aus den Glückskeksen, die es beim Chinesen um die Ecke bei einer Portion gebratener Nudeln oder Hähnchen Chop Suey dabei gibt, laden höchstens zum kurzen Nachdenken ein. Meistens habe ich sie schon wieder vergessen, wenn der Keks noch nicht ganz aufgegessen ist.

Was hat die Jungs und Mädels aus Fernost eigentlich dazu bewogen, Zettel in ihre Kekse mit einzubacken. Und warum heißen die Dinger überhaupt Glückskekse? Meistens stehen da so Halbweisheiten drin, die mich derart aus der Fassung bringen könnten, dass ich geneigt bin ihm seinen Fraß an die Scheibe zu klatschen.  Da chinesische Schriftzeichen mit einer kleinen Änderung was völlig anderes bedeuten, stünde dann wahrscheinlich, auf Grund meiner Nudeln, nicht mehr China – Imbiss in gemalten Buchstaben, sondern Glückskekse sind Scheiße, an seiner Scheibe.

Gibt es eigentlich irgendjemanden, der daran glaubt? Wäre doch mal toll bei einer Vorstellungsrunde an der VHS , in der Uni , auf der Arbeit oder bei einer Fortbildung zu hören: Ja, hallo ich bin der Tom und ja, ich glaube an Sprüche aus  Glückskeksen. Sein wir mal ehrlich, die Lacher wären auf seiner Seite. Zwar würde ihn danach niemand mehr so richtig ernst nehmen, aber das wäre sein Auftritt. Ich überlege gerade, ob ich das nicht auch mal irgendwo einbauen könnte.

In diesem Sinne: Schönes Wochende, macht was draus. Empfehlt uns weiter, bleibt uns treu und bis zum nächsten Mal!

Gruß

Karsten





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