Makrelenzeit
Sonntag, 16. August 2009, 18:34
Abgelegt unter: Tagebuch

Da ich Euch in der letzten Zeit etwas vernachlässigt habe, ja schon fast schwiegermütterlich zu Euch war, bekommt ihr dieses Wochenende ein Doppelpack.

Fangen wir mal bei gestern an. Der Trockner ist gekauft und tut auch seinen Dienst. Dumm nur, dass der Schlauch falsch angeschlossen war und wir nach dem ersten Trockengang das Bad putzen durften. Haben es aber zum Glück mit Humor genommen und da wir sowieso gerade beim Putzen waren, konnten wir das Bad auch gleich mit machen.

Der Samstagabend war dann harmonischer, wie man ihn sich harmonischer nicht vorstellen kann. Wir lagen im Bett, haben Serien geschaut, dabei Chips und Chilinüsse gegessen, der Hund war lieb, kurz gesagt, es passte alles.

Was uns etwas aus der schönen heilen Welt holte, war ein Klopfen am Wohnzimmerfenster. Der Nachbar. Ja, er wollte mal kurz mit mir reden. Kein Problem, bin offen für alles. Ja also, ich wüßte doch, dass er im Hotel am Kai arbeitet. Und da das Jazzfestival in vollem Gange ist und ganz unverhofft jemand krank wurde, bräuchten sie jemanden für die Tür.

Ich, Türsteher?! Nun ja, kann ich ja mal versuchen. Gesagt, getan. Fein gemacht und ab dafür. Ich hatte also die Aufgabe Tickets zu kontrollieren und ungebetene Gäste zu entfernen. Zudem kam noch hinzu, dass ich Leute, auf Grund von zu viel Øl, ins Bett bringen musste.

Was soll ich sagen? Die Jungs haben schon einen Scheißjob. Ständig kommen irgendwelche besoffenen Leute, fangen an zu diskutieren oder wollen einfach nur Stunk machen. Um 03.30 Uhr war der Spaß dann vorbei. Ich muss mich aber gar nicht sooo schlecht angestellt haben. Der Chef des Hotels fragte mich, ob es denn wohl möglich wäre, dass ich dort öfter mal aushelfe. Kein Problem, aber dann mit etwas mehr Vorbereitungszeit.

Den heutigen Tag hab ich mal wieder mit etwas länger Schlafen und Angeln verbracht. Eigentlich sagte mir das Wetter nicht so zu, da ich aber von verschiedenen Leuten über Skype gehört habe, dass sie an meiner Stelle gern angeln gehen würden, tat ich ihnen dann mal den Gefallen.

Ich bin froh, dass ich gegangen bin. Ein grandioses Naturschauspiel in Form von Wellen und der Krach, der damit verbunden ist, wenn sie gegen die Steine prallen. Diese ungeheuren Wassermassen. Einfach sehenswert und leider unbeschreiblich.

Zum Schluß bekommt ihr jetzt noch ein wenig Biologieunterricht.

Im Sommer ziehen Makrelenschwärme in Küstennähe umher und sind dann besonders gut und auch meist massig zu fangen. Hier der Beweis:

 

Wer jetzt auf Anhieb feststellen konnte das es sich auch wirklich um Makrelen handelt, darf sich nach der Stunde ein Smiley bei mir abholen. Der Rest sieht aufs Bild und lernt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Start in die Woche. Ach so und natürlich treu bleiben und weiterempfehlen und so!

Vi snakkes!





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