Abgelegt unter: Tagebuch
Hallo Freunde!
Die Sommerzeit steht an und das heißt in unserem Fall: Besuchszeit.
Wir haben uns gedacht, dass wir eine neue Tradition eröffnen. Jeder, der uns besuchen kommt, darf sich auch hier verewigen. Wenn er denn möchte. Ich mache also die Bühne frei für zwei, die wollten und wünsche viel Spaß beim Lesen. Mehr von uns in Kürze. Bis dahin.
Vorhang auf!
nach einem viertägigen Kurzurlaub bei Karsten, Judith und Henry vom
Flughaufen Haugesund und von der A1 Richtung Ruhrgebiet.
Tja, was sollen wir sagen, ES WAR GROSSARTIG!
Der Abholservice Mittwoch am Flughafen war noch ein wenig
desorientiert. Aber wer von den Beiden konnte auch ahnen, dass die
wild gestikulierende Frau vor dem Taxistand draußen, Christina war.
Wir kannten sie ja auch nicht. H1N1 auch in Norwegen?!?
Bereits im Landeanflug setzte ein atemberaubender Kulturflash ein, der
uns bis heute ein Grinsen ins Gesicht zaubert.
Henry begrüßte uns ausgiebig. Der Einen gefiel es mehr, der Anderen
nun ja…
Zum Abendessen kamen wir von einem Boah (selbst gefangener Fisch mit
Zitronenpfeffer) ins nächste Boah, großartig! als der Teller mit
Meeresfrüchten auf den Tisch gezaubert wurde. Karsten und Judith
konnten wir ebenfalls ein doppeltes Boah entlocken, als wir die von
ihnen schmerzhaft entbehrten Mitbringsel, in Form von Schoki und
Salami (die mit der weißen Haut!!), übergaben. Den
Verdauungsspaziergang in der Abenddämmerung, ok sind wir ehrlich, die
setzte erst um 0.30 Uhr ein, nutzten wir als Warm-up für unsere
Kameras. Im Laufe der nächsten 3 Tage sollten 639 Bilder folgen.
Karsten und Judith ahnten da noch nicht, dass ihre fantastische
Organisation dadurch ein wenig durcheinander gewirbelt werden sollte.
Und Briefkästen kann man nicht genug fotografieren.
Wir hoffen deine Einwohnerzählung anhand der Briefkästen war erfolgreich, Antje?
Nach einer angenehmen Nacht im Gästebereich begaben wir uns mit Judith
zum Sightseeing in die nähere Umgebung. Karsten musste arbeiten. Das
geplante Programm durfte von Judith immer wieder aufs Neue unseren
Bedürfnissen angepaßt werden. Der Besuch der malerischen Kirche fiel
beispielsweise dem Stadion des FK Haugesunds zum Opfer.
Für manche eben auch eine Art Religion.. Selbst im
Parkhaus fanden wir attraktive Motive, die Judith kopfschüttelnd
Karsten unsere verspätete Ankunft auf seiner Arbeit simsen ließen. Mit
ihm ging es auf zum nächsten Highlight unseres Trips: Angeln an seiner
Brücke. Der Wind verhieß nichts Gutes, was uns aber bezüglich unserer
Fangquote wenig beeindruckte. Mehrere Pollacks und Seelachse, sowie
ein für diese Jahreszeit äußerst ungewöhnlicher Hering ebenso wie ein
von uns auf annähernd 70 cm geschätzter Pollack, bissen an. Leider
machte sich dieser auf halber Höhe der Brücke noch vom Haken. Egal,
beseelt waren wir allemal. Übrigens befinden sich die von Christina
unter Karstens großartiger Anleitung ausgenommenen und filetierten
Fische zur Zeit tiefgefroren in unserem Schlafsack auf dem Heimweg in
den Ruhrpott. Abgerundet wurde der Abend mit einer ersten Diashow der
bisherigen Bilder und in Christinas Fall noch mit einigen Fragebögen
zur theoretischen Motarradführerscheinprüfung am Montag.
Das Wetter verhieß weiterhin Gutes, so dass eine weitere
großartige Norgeattraktion von uns in Angriff genommen werden
konnte. Nach 3,5 Stunden Fahrt und 2 knapp verpassten Fähren (bei
einer immerhin entschädigt durch eine Kelly Bundy als Truckerin) war
unsere Reisegruppe, inklusive Henry, amParkplatz des Preikestolens
angekommen. Nach den ersten 100 m Anstieg gingen die Männer
entschlossenen Schrittes voran, während wir japsend an dem Erfolg der
Expedition zweifelten und die ersten Lagen unseres Zwiebellooks fallen
ließen. Es folgten atemberaubende Landschaften, die häufig
fotografische Stopps provozierten. Von Aktfotos hatte ich gar nichts mitbekommen?!
Nach 2,5 Stunden wandern, klettern und staunen, erreichten wir unser Ziel.
Henry wurde wegen seines beispiellosen Einsatzes von Christina zum ersten Mops auf dem
Preikestolen und als Henry I. gekrönt. Auf dem Rückweg durfte er dann
Karstens Rucksack in Anspruch nehmen. Der fantastische Ausblick auf
dem Preikestolen wurde durch die von Karsten organisierte Sonne noch
beeindruckender. Einzig der bestellte Hubschrauber für den Abstieg
wollte nicht landen… Offen blieb am Ende die Frage: Ist schubsen Mord?
Nach anstrengenden und ereignisreichen 13 Stunden, mit 4 jeweils knapp
verpassten Fähren, fielen wir beseelt und platt nachts ins Bett.
Und für Kelly Bundy würde ich es sogar nochmal tun.
Nach dem entspannten Frühstück am Samstag mussten vor dem Abflug die
Prioritäten klar gesetzt werden. Sorry Leute, aber Zitronenpfeffer
für unseren Fang statt Postkarten…
Am Ende blieben nur wenige Fragen offen: War das nun ein Sund oder ein
Fjord? Ist schubsen Mord? Wie in aller Welt habt ihr die Sonne zum
Preikestolen und die Fische an unsere Angeln gelockt?
Mit einem fröhlichen Mooke, Takk, Waschogu, Uschluu, Hondsope und
Pölser verabschieden wir uns hier. Danke vielmals für beeindruckende,
großartige Tage!
Hadde Euch allen und bleibt ihnen aber so was von treu!!!!
Antje und Christina
Und Tusch! Schön, dass ihr da ward!
Hier sind noch ein paar der insgesamt wieviel Bilder nochmal?!