Where we once were divided….
Dienstag, 5. Mai 2009, 17:20
Abgelegt unter: Tagebuch

…now we stand united. We stand as one. Undivided.

Soweit mein Mann - jetzt bin ich dran:

Ich beginne mit meinem Bericht mal am Donnerstag abend:

Am Donnerstag abend haben die Schwiegereltern den Hänger für unsere Möbel & Co. abgeholt und vor die Tür gestellt. Um es kurz zu machen: ich war geschockt! Da passt unser Umzugsgut doch nie rein!! Ich habe die Nacht zum Freitag also kaum geschlafen! Hatte mir erst überlegt, ob ich sämtliche Kisten nochmal aus- und umräume und nach lebensnotwenig und eventuell überflüssig entscheiden.. Hab ich dann aber doch gelassen.

Um 10 Uhr am Freitag ging die Packerei dann los. Nach `sage und schreibe` zwei Stunden war ziemlich alles verstaut! Ein riesen Dankeschön an alle Helfer! In den Hänger passte noch eine Packung Taschentücher - vielleicht auch zwei..

Der Samstag war für mich recht ereignislos. Ich habe den halben Tag mit “Warten auf die Abfahrt” verbracht. Abends um 20 Uhr ging es dann los.

Die Fahrt war ungewöhnlich bequem und komfortabel! So ein VW Bus ist schon was anderes als ein Astra! Die Überfahrt mit der Fähre war recht ruhig - also keine Übelkeit in Sicht. Die Fähre war jedoch soooo voll, dass an einen Sitzplatz nicht zu denken war! Selbst der Platz auf dem Fußboden (Teppich) wurde knapp! Dieser Teil der Reise war also keineswegs angenehm. Genug gejammert!

Nach der Fähre wird uns ein anderes Stück Erde erwarten! Doch zunächst kam der Zoll - der schlimmste Teil der Reise! Ich bin also mit meinen Listen, Papieren und Ausweisen zum Zollhäuschen gegangen und habe mit meinem besten Norwegisch erklärt, dass wir einen Umzug machen und viele “Sachen & Dinge” dabei haben. Der Zollbeamte hat sich sogar meine Listen angeschaut! Etwa 20 Sekunden! Er machte einen Stempel drauf, gab mir einen rosa Zettel für den Hund und schickte mich zum Nächsten weiter.. Beim nächsten Mann in Uniform angekommen, kamen wieder meine Fremdsprachenkenntnisse zum Einsatz. Konnte mich ein wenig einschleimen und Pluspunkte sammeln. Im Endeffekt hat niemand in den Hänger, ins Auto, geschweige denn in einen Karton geguckt! Den Hund wollte auch keiner sehen! Viel Rauch um nichts!

Die weitere Fahrt von der Fähre zu unserem neuen Heimatort dauerte mit Hänger weitere 6 Stunden. Die Schwiegereltern waren doch recht begeistert von der Landschaft in Südnorwegen. Nicht, dass ich es nicht bin - aber ich habe das nun schon einige Male gesehen..

Als wir nach 26,5 Stunden Strapazen nun endlich am Ziel waren, konnte man die Reise allen ansehen und auch anmerken! Erstmal schlafen!

Am gestrigen Montag gab es ziemlich vorurteilsbelastete Arbeitsteilung: der männliche Teil der Familie (Karsten und Gregor) waren angeln und der weibliche Teil (Jutta und ich) haben sämtliche Kisten ausgepackt und eingeräumt. Und wir haben in nur einem Tag alles geschafft! Ich würde sagen: die Wohnung ist jetzt voll, aber schön! Vor allem schöner, als die Junggesellenbude von meinem lieben Ehemann!

Heute war bislang ein wenig Sight-seeing angesagt - Stadtbummel, Shopping, schönes Wetter und Strand!

Wir werden diese Woche erstmal ruhig angehen lassen - ganz nach norwegischer Mentalität! Ich will mich ja schließlich im fremden Land gut anpassen..

Uns geht es gut!!

Bleibt uns treu

Grüße aus Norwegen

Judith





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