Alles wird gut
Samstag, 21. Februar 2009, 16:28
Abgelegt unter: Tagebuch

An dieser Stelle möchte ich erst mal ganz liebe Grüße an meine Mutter loswerden. Alles gute zum Geburtstag,den ich dieses Mal leider nicht mit dir verbringen kann.In Gedanken bin ich bei dir!

Heute ist ein Tag den man wettertechnisch getrost aus dem Kalender streichen kann. Der Wettergott hat seine Pforten geöffnet und ist glaube ich nicht willens sie heute noch mal zu schließen. Es regnet Bindfäden und hat den ganzen Tag nicht ein mal aufgehört. Aber irgendwo muß das ganze Wasser hier ja her kommen.

Ich merke immer mehr das sich meine Stimmung dem Wetter anpaßt. Kurz um, sie ist heute katastrophal. Ich sitze hier, fern ab der gewohnten Umgebung und starre auf meinen Bildschirm. Atme Einsamkeit, verliere mich in Gedanken und werde sentimental. Ich sollte Sport machen!

Die letzte Woche war nicht sehr ereignisreich. Ich habe viel gearbeitet und dementsprechend wenig Zeit für Unternehmungen oder sonstiges gehabt. Die Schule an der ich mich angemeldet habe, hat sich bis dato nicht gemeldet. Ich glaube zudem nicht das ich dort mehr lernen kann als im täglichen Umgang mit meinen Arbeitskollegen. Eventuell kann man dort ein paar Sozialkontakte knüpfen. Aber will ich das überhaupt? Ich denke für den Anfang ganz gut und nett. Aber bin ich nicht nach Norwegen gekommen um mit Norwegern zu tun zu haben.

Ich will mich hier niemandem aufdrängen. Ich nehme erst mal die abwartende Haltung ein. Es ist nicht so leicht Anschluß zu bekommen wie ich dachte. Ein Sportverein wäre eine nette Alternative. Aber was soll ich machen? Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt in einen Badminton Verein zu gehen. Beim Besuch der Internet Seite mußte ich jedoch feststellen das dort zu 85% Frauen sind. Was soll ich da? Nachher verliebt sich wieder die Hälfte in mich, ich habe Streß mit deren Lebensgefährten und muß die intimen Kontakte sowieso zum Mai hin einstellen. Ihr seht, an Selbstvertrauen mangelt es nicht! Zudem sind die Trainingszeiten in der Woche. Bei der momentanen Auftragslage ist das schon mal nicht machbar. Und mein Wochenende damit zu verbringen auf irgendwelche Turniere zu fahren die mal nicht eben um die Ecke sind hab ich auch nicht wirklich Lust. Fitnessstudio ist so der nächste Gedanke. Aber brauche ich das wirklich nach der Arbeit? Und lernt man dort Leute kennen? Ich denke wahrscheinlich zu viel nach. Ich sollte Abends raus gehen, ein Schweinegeld für Bier bezahlen und dann nach Hause laufen. Einen krassen Dauerkater riskieren und den nächsten Tag versuchen zu überstehen. Sport, Gesellschaft und kein Geld in der Tasche. Das ist es. Ich glaube ich glüh aber am besten zu Hause vor. Zu dumm das ich mich grade in einer abstineneten Phase befinde. Nun gut, manchmal muß man auch über seinen Schatten springen.

Die Post brachte letzte Woche genau 2 Briefe. Eine Rechnung für Maut und eine Mitteilung das ich mich doch bitte auf einer angegebenen Internetadresse darüber schlau machen sollte welcher Arzt denn für mich zuständig werden könnte. Das Prinzip ist hier etwas anders. Jeder Arzt hat ein bestimmtes Kontingent an Patienten. Wenn das voll ist kann man sich auch nicht mehr bei ihm vorstellen sondern muß einen nehmen der freie Kapazitäten hat. Werde ich dann mal machen wenn es soweit ist.

Wie ich grade gesehen habe ist die 900. Marke schon geknackt. Vergesst nicht was im Gästebuch zu lassen. Ich zähl auf Euch!

Bleibt mir treu!

Karsten





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