Lebenszeichen aus Norwegen
Donnerstag, 22. Januar 2009, 23:00
Abgelegt unter: Tagebuch

Da  ja doch etwas Zeit seit dem letzten Tagebucheintrag vergangen ist bin ich Euch eine kleine Erklärung hierfür schuldig. Ich habe weder gechillt noch habe ich mich dem hedonismus hingegeben.

Ich war fleißig, auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Kalle und Multitasking? Ja, lest und bewundert meine feminine Seite.

Es war doch eine Menge Arbeit sich auf den Trip verzubereiten. Immer diese Fragen ob man auch an alles gedacht hat, machten einen recht weich im Kopf. Manche Wege bin ich mehrere Male gegangen, nur aus dem Grund, dass mir auf dem Weg zu a eingefallen ist was ich an b noch machen wollte. Listen schreiben für den Zoll, abmelden, Auto packen, letzte Besorgungen machen und so weiter und so fort. Mein Hirn rotierte um die eigene Achse und warf dabei immer wieder neue Bilder an die Innenwand meines Kopfes. Wenn ich es besser beschreiben könnte würde ich es tun, aber Robbie Williams sagte mal: “the pausebutton is broke on my video”. Ich weiß was er damit meinte.

Nach dem Aufbruch und den letzten vergossenen Abschiedstränen kam dann eine mir nicht enden wollende Fahrt. Wie immer mit viel zu viel Zeit im Gepäck machten wir uns auf den Weg.  Erst hatte die Fähre Verspätung und auch die See meinte es nicht gut mit mir. Wellen, Wind und Brechreiz! Alles in allem, grob zusammengefasst, brauchten wir von Herten nach Haugesund ungefähr 28 Stunden. Noch Fragen?! Ich nicht!

Jetzt wo die rostige Kette aus dem Kopf verschwunden ist und ich wieder einigermaßen klar denken kann, ein paar Zeilen für Euch! Ein Fazit der ersten Tage wäre noch zu früh. Was ich sagen kann ist, dass ich von den Menschen hier sehr freundlich empfangen werde.

Danke noch mal für die vielen guten Wünsche. Mir kam es die letzten Tage nicht wie Auswandern vor. Oft sagte ich zu meiner Frau das es sich für mich wie Urlaub anfühlt. (was jetzt nicht unbedingt mit meiner Frau zu tun hat) Es war alles so weit weg, so abstrakt, zu abgefahren um irgend wie zu verstehen und in die passenden Worte fassen zu können.

Ich denke wenn Ruhe eingekehrt ist und ich hier so etwas wie Alltag erleben kann, werde ich alles noch mal Revue passieren lassen. Bis dahin….

Für heute genug!

Aus der Ferne viele Grüße in die Ferne!

Karsten









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